Starcraft II Spieler bekommt US-Visum

Aloha!

Videospiele-Spieler kämpfen hierzulande noch ab und an um Anerkennung („Killerspiele“) und in Südkorea sind sie gefeierte Helden. Das Strategiespiel Starcraft scheint dort Nationalsport zu sein und Spiele werden dort auch im Fernsehen übertragen.

Nun macht jedoch eine kleine Neuigkeit die Runde: Der 23-Jährige Koreaner Kim Dong Hwan aka „viOlet“ hat nun nämlich ein US-Visum für fünf Jahre als „Athlet“ erhalten.

Wie steht ihr dazu? Völliger Quatsch, weil Videospiele irgendwie doch mehr Spaß und Hobby sind, oder bekommen die „Athleten“ endlich die verdiente Anerkennung wie sie beispielsweise auch Fußballer oder Schachspieler erhalten?

Quelle: Game One

Finde ich gerechtfertigt, auch wenn es „nur“ Computerspiele sind. Sollten meiner meinung nach etwa so behandelt werden wie z.b. Schachprofis.
Und was die sportliche Seite angeht: So viele Kommandos/Anschläge wie diese Starcraftprofis pro Minute raushauen würd ich im Leben nicht schaffen wodurch es irgendwie doch ne körperliche Leistung ist :bg:

Starcraft etc. ist meiner Meinung nach genauso Sport wie Schach. Klar kann man denken „Meh, die bewegen sich ja gar nicht“, aber es wurde schon oft bewiesen, das top-level Schachspieler in stressvollen Partien enorm gesteigerten Blutdruck und herzschlag aufweisen. Wenn so ein Spiel dann noch mehrere Stunden dauert, ist das schon durchaus eine athletische Anstrengung.

Das Problem hier ist, dass die meisten Leute nicht wirklich wissen, wie viel „Denken“ eigentlich in solche Spiele gesteckt werden muss, um richtig gut zu werden.

Es geht halt der allgemeine Glaube rum, dass man nur bisschen rum klicken muss und schon gewinnt man. Aber in Spielen wie z.B. Counter Strike, LoL etc kann manchmal mehr taktisches Können und Teamfähigkeit abverlangt werden als bei anderen Sportarten.

Naja, imo etwas sehr uebertrieben.

Er ist wohl einer der wenigen, bei denen ich sage: Gute Sache!

Nur um mal einen Gedanken in dir Runde zu werfen:

Schach und Co sind aber viel älter. Wer sagt denn, dass die Welt in ein paar Jahren überhaupt noch Interesse an Starcraft hat?

Dann müssen wir wohl erstmal den Begriff „Starcraft“ bisschen spezifizieren.
Seit 2010(?) ist Starcraft 2 draußen, was unter anderem viOlet spielt. In Südkorea sind mit dem Release 2010 erst mal nur die „schlechten“ Spieler sofort gewechselt. Die „guten“ Profis haben bis 2012 noch Starcraft 1 gespielt und sind dann gewechselt. Inzwischen muss man aber sagen, dass League of Legends > Starcraft 2 in Südkorea ist, was Sponsoren etc. betrifft. Einige „mittelmäßige“ Starcraft 2 Spieler sind auch schon zu LoL übergelaufen, weil da dort mehr Sponsoren zu finden sind.
Denke da wird sich immer ein neues Spiel finden, denn inzwischen ist Esports doch weltweit schon gut verankert und auch einiges an Geld im Umlauf

In der Liste ist nur Preisgeld aufgeführt, Gehalt+Sponsorengelder sind noch mal extra. Vor allem sieht man auch schön, dass z.B. Dota2 schon relativ weit oben ist, obwohl ja offiziell erst seit diesem Jahr draußen

So kommt es nun auch zu der Situation, dass viOlet in die USA „geflüchtet“ ist, da er in Südkorea quasi von den ehemaligen Starcraft 1 Pros an die Wang gespielt wird. Aber in Amerika, gehört er zu einem der besten.
Blizzard veranstaltet ja auch eine eigene Tunierserie für jeden Kontinent, nur zählt da der Wohnort bzw. man durfte sich eine Region aussuchen. So kam es dann auch dazu, dass auf den Worldfinals 15 von 16 Plätzen mit Südkoreaner besetzt war :bg:

Daher mein Ansatz: Wieso muss man das ganze an einem Spiel fest machen? Reicht doch von der Beruf „Progamer“ besser in der Gesellschaft gestellt ist. Welches Spiel ist da eher nebensächlich.

Hm. Findest du? Bei Sportlern ist das auch nicht ganz nebensächlich…

Aber bei den Sportlern ist der Umstieg ja auch bisschen schwieriger. Beim Programer, bleibt ja das Sportgerät gleich nur die Disziplin ändert sich. Ein LeBron James wird bestimmt kein guter Fußballer werden.
Könnte man vielleicht mit Schwimmen vergleichen. Ein Michael Phleps ging ja auch bei 100m,50m Kraulen, Lagen, Brust etc. an den Start. Verschiedene Schwimmstile (=Games), aber im selben „Medium“ (=Maus, Tastatur). Usain Bolt läuft ja auch 100m, 200m (?) und 4x100m Staffel.
Und z.B. LoL, Dota, CS und so haben halt immer gemeinsam, dass ein großer Teil auch ausmacht, wie flexibel man in seinem Spielstil ist. Man muss sich immer auch dem Gegner anpassen, da er zum Beispiel bei LoL oder Dota die Lieblings Helden des Gegners bannen kann.

Schau dir doch Grubby z.B. an. Progamer bei Warcraft 3, Progamer bei Warcraft 3 TFT und jetzt der Wechsel zu Sc2 und nebenbei noch Kommentator.

Gerade der Umstieg ist im Gaming wesentlich einfacher. Flash spielt auch schon Sc2 und wenn dort mehr Geld zu holen ist, dann wechseln viele dahin. Wenn dann SC3 rauskommt, wird auch da bei großer eSport-Szene ein Wechsel erfolgen.

Es hat ja auch einen Grund weshalb z.B. viele erfolgreiche Pokerspieler aus der Gaming-Szene kommen. Die können halt wesentlich besser Multitablen und sind mit der Maus „geschickter“. Bestes Beispiel: Elky.