Wieviel darf ein Videospiel heute noch kosten?

Jahr 1995
-Ich habe hier die Hülle von Donkey Kong Country 2 (SNES) vor mir liegen mit einem Preisschild auf dem steht 149,95 DM.

Jahr 2002
-Außerdem ein Resident Evil Remake (GCN) für 59,99€

Jahr 2011
-Und ein Xenoblade Chronicles 49,99€

Alle Preise am Erscheinungstag. Rechnen wir mit einer durchschnittlichen 3% Inflation / Jahr um die Preise mit dem heutigen Stand vergleichen zu können.

149,95 / 1,95583 = 76,67€

Stand 2013

Donkey Kong Country 2 130,52€
Resident Evil Remake 83,04€
Xenoblade Chronicles 53,03€

Natürlich ist der Verbreitungsgrad der Konsolen heute höher als früher und die Spiele verkaufen sich dadurch öfter. Auf der anderen Seite sind aber auch die Produktionskosten massiv gestiegen und bestimmt gibt es auch noch andere Aspekte, aber im Prinzip würde ich sagen die Spiele sind heute wesentlich günstiger als früher.

Warum ich Remake bei Resident Evil fett gemacht habe hat den Grund, dass ich mich nicht daran erinnern kann das sich damals auch nur eine Person daran gestört hat den Vollpreis von 60€ für eine grafisch überarbeitere Version zu bezahlen. Alle waren hellauf begeistert. Wenn ich falsche Erinnerungen habe möge man mich berichtigen. :slight_smile:

Heute wird sich bei einem grafisch überarbeiteten Zelda The Wind Waker schon an einem Preis über 39,99€ gestört.
Es geht aber nicht nur um Remakes. Auch bei neuen Titeln beginnt heute sehr schnell eine Preisdiskussion.

Also stellt sich mir die Frage: " Wieviel darf ein Videospiel heute noch kosten?"
Wie und wodurch ist es dazu gekommen, dass Videospiele heute nichts mehr kosten dürfen?

Was ist eure Meinung dazu?

Ich finde es auch immer sehr erstaunlich, wenn hier über Spielepreise von 70€ gemeckert wird (ist eine Stange Geld, keine Frage). Aber man bedenke nur wie teuer die Spiele von früher waren. Ein „AAA-N64 Spiel“ hat damals auch 150DM gekostet. Da hat sich eigentlich gar nicht so viel verändert, ist heute eher ein wenig günstiger, wie Rowdy hier schön aufgeführt hat.

Ich denke, wenn man sich vorher etwas informiert und Spiele mit hohem Wiederspielwert erwirbt (z. Bsp. Skyrim) sind die aktuellen Preise absolut gerechtfertigt. Man bekommt da ja viele Stunden Spaß für. Man vergleiche das nur mal mit einem Kinobesuch.

Im Endeffekt muss jeder selbst wissen, wie viel ihm sein Hobby wert ist.

Da schließe ich mich an, bei mir kommt es drauf an, welches Game mir es Wert is auch mal paar Euros mehr im Laden zu lassen.

Das wären z.b Mario, MK, Pokemon, Monster Hunter, Zelda. Für diese Spiele würde ich auch mehr bezahlen in etwa bis 79eu wenn für mich die Qualität und Umfang stimmt

Es liegt hierbei auch viel daran das die Preise in so kurzer Zeit runterpurzeln. Da überlegt man sich (außer bei Nintendo natürlich) zweimal welches Spiel man zum Release zum Vollpreis kauft, wenns kurze Zeit später für die hälfte erhältlich ist. Dann kommt noch der meist günstige UK Import hinzu, fast alle Spiele mit der deutschen Version identisch.
Da gibt es halt nur noch wenige Spiele, welche so begeistern können, dass man da wirklich so viel Geld bezahlen würde.

Weil die Endverbraucher die Spiele kaufen, anzocken, sich kurz daran ergötzen und sich dann das nächste Spiel kaufen.
Die Leidenschaft zu den Spielen ist den heutigen Gamern meiner Meinung nach komplett flöten gegangen. Die Konsumgesellschaft will immer mehr und mehr, und um das zu kompensieren muss auch alles immer billiger werden.

Ich Persönlich wählte schon immer einen anderen Weg.
Ich bin ein Mensch, der sich in ein Film oder in ein Videospiel hineinversetzt. Die Geschichte lebt.
Wenn ich z.B. Assassins Creed 3 spiele, dann will ich in diese Welt eintauchen und mit Connor leiden. Oder bei „The Cave“, das zocke ich nicht eifach durch damit ich es gespielt habe. Nein, Ich lasse mich auf die jeweiligen Geschichten (über Neid, Zorn, unerfüllte Liebe) der Charaktere ein.
Aber für viele sind das einfach Games, die austauschbar sind. Man ergötzt sich an der tollen Grafik und das wars. Dann kommt das nächste Spiel. Eine echte Verbindung zu den Spielen ergibt sich heute bei vielen nicht mehr, deshalb erkennen sie auch nicht den Mehrwert. Sie schätzen die Produktion nicht mehr.. weil es einfach zu viel davon gibt.

Für ein grafisch beeindruckendes Spiel (soll heißen, ich merke, dass die Produktionskosten den Preis rechtfertigen), das zudem noch in anderen Bereichen gut zu sein scheint, bin ich bereit, 70€ zu investieren. Aber keinen verdammten Cent mehr. Niemals.
Zudem würde ich von solchen Spielen nur 1-2 pro Jahr kaufen.

Special-Editions sind mir auch 70€ Wert, allerdings müssen sie mehr beinhalten, als ne Plastikfigur und einen OST zum Runterladen. Skyward Sword war z.B. 70€ Wert.

Ansonsten: 45€ für Handheld-Spiele, 50-60€ für HD-Konsolen-Spiele.

Ich denke mal die heutigen Herstellungskosten sind auch wesentlich geringer als früher. Ich gebe keine 70€ für ein normales game mehr aus, lediglich für CEs.

Das meiste was ich für ein neues Spiel (PS360/3DS) bereit wäre auszugeben wären 50€. Für Retro-Games dasselbe, wenn das Spiel aber seltener ist, wäre ich eventuell auch bereit etwas mehr zu zahlen.

Ähm nein. Allein wegen HD/3D dürften da die Kosten extrem hoch sein. Auch die Vermarktung etc.

Die Entwicklungskosten sind wohl deutlich höher als früher.
Die meisten Spiele werden mit Motion Capture ect gemacht, haufen aufwand den es damals nie gegeben hat. Und je aufwendiger die Grafik wird desto mehr müssen auch daran arbeiten :wink:

Wie und wodurch ist es dazu gekommen, dass Videospiele heute nichts mehr kosten dürfen?

Liegt vielleicht daran das die Leute generell weniger Geld in der Tasche haben als in den guten neunzigern und eben auch wegen der billig Spiele, auch wenn sich das nicht wirklich vergleichen lässt.
Auf PC kommt halt noch dazu das viele Spiele dank Steamdeals ect mittlerweile verramscht werden und so wohl auch ein falscher Eindruck entsteht.

Auch haben wohl die meisten keine Ahnung mehr wie viel arbeit es macht etwas eigenes zu Entwickeln. Die Zeit in den man sich jeder depp hinsetzte und selbst was zusammengebastelt hat ist leider vorbei :bg:

Selbst kommt es immer darauf an, wobei ich für ein 3DS Titel auch nicht mehr mehr als 40€ zahlen würde (normale Version). Und wenn ich 60€ hinblättere will ich auch mehr als 6 Stunden unterhalten werden, Multiplayer hin Multipalyer her.

Also stellt sich mir die Frage: " Wieviel darf ein Videospiel heute noch kosten?"
Wie und wodurch ist es dazu gekommen, dass Videospiele heute nichts mehr kosten dürfen?

Was ist eure Meinung dazu?
Für mich gilt: max. 30 Euro aktuelle Spiele (2-3 Monate), max 10-15 für ältere. Gebrauchte hole ich mir nicht. Das sind meine groben Regeln, und ein Spiel was mehr kostet, tja, da warte ich dann halt. Direkt nach der Erscheinung hole ich mir nie Spiel. Der Wertverfall ist zu gewaltig und am Pc gibt es, besonders bei diesen „kack Ports“ öfter Probleme.

An meiner Situation sieht man auch, warum Spiele auch nicht mehr Kosten dürfen. Es gibt Keyshops, Downloadshops, Importe und Steam sales.
Die Verpackungen und Anleitungen sind so billig, dass sie keinen Mehrwert haben und sich die Ersparnis von bis zu 50% rechnet.

Das Angebot ist so gewaltig, mal 6 Monate auf Preisnachlässe zu warten ist ein einfaches. Es gibt so viele Hochkaräter die ich noch nie gespielt habe, ich wette ich könnte locker ein Jahr ohne neu herrauskommende Spiel überstehen. ^^
Noch heute kauf ich für 15 (plus Versand) noch PS2 Games und DS Spiele.

Wer also meint, mir 50, oder gar 60 € für ein Spiel abzunehmen, tja, der hat mich halt nicht als Käufer. Mein letztes „teueres“ Spiel war Diablo 3. Ein Reinfall vor dem Herrn. ^^

Meine Hauptplattform ist aber der PC. Konsolenspieler werden wohl eine höhere Preisgrenze haben.

Edit meint:
Nicht zu vergessen, die ganzen kleinen privaten Entwickler und F2P Spiele. Ein Beispiel ist der kostenlose Basketballmanager.
http://www.fantacanestro.net/

Da muss so manches Vollpreisspiel vor Scham im Boden versinken.

Die Indie Szene ist am Explodieren und wenn man schaut, was alles für geile Sache bei Steam Greenlight warten in den richtigen Shop zu kommen. Heutzutage durch Twitter,Facebook, Redit war es auch noch nie einfacher seine Meisterwerke zu verbreiten.

Also bei den Preise kommt es wie einige hier auch schreiben immer drauf an. Wenn viele Spiele nun nur noch eine Beschäftigung von 10h haben, bin ich nicht bereit 60€+ zu zahlen. Zumal es eh seltsam ist, wieso diesselebn Spiele meist in UK für bis zu 20€ billiger zum Release sind als hier.

Ich achte da vor allem auf das Preis-Leistungsverhältnis. An meiner Spitze befindet sich da ganz klar Guild Wars 1 und 2. Für ~50 Euro bekommt man einen riesigen Content geboten. Und obwohl sich die Entwickler ja jetzt auf die faule Haut legen könnten, bringen sie monatlich neue Updates und Events. So sollte das sein :slight_smile:

Ich meine das irgendein Assassins Creed 30 Millionen in der Produktion verschlungen hat. Kann mir kaum vorstellen, dass ein (Super )Nintendo Spiel so teuer war…

Das liegt wahrscheinlich an der Grafik, die damals einfach bombastisch war (und sich auch heute noch sehen lassen kann).

Für eine Limited / Collectors Edition zahle ich gerne auch noch 70-100 EUR, aber ansonsten ist mir bei der heutigen Qualität (Spiellänge)0 der Spiele kaum eines mehr mehr wie 50 EUR wert. Grob gerechnet bin ich nicht bereit für ein Spiel mit weniger wie 20-30 Spielstunden auch mehr wie 50 EUR zu zahlen.

Manche Spiele kosten sogar mehr, aber allein durch z.B. Marketing werden die Kosten in die Höhe getrieben. Und damals saßen auch keine 100 Leute an einem Game, daher so teuer. Ich bin dennoch überzeugt, dass die Entwicklungskosten pro Mitarbeiter damals geringer waren als heute. Damals war das proggen ja auch wesentlich schwerer als jetzt.

Damals war die Käuferbasis aber auch eine viel kleinere. Wenn man einen Multiplattformer für PS360 macht, hat man 150 Millionen potenzielle Kunden, die das Spiel kaufen könnten. Davon konnten sie damals doch nur träumen. Zudem war es sicher teurer die Dinger auf Module zu bringen als heute auf Disks, dann noch die umfangreichen Spieleanleitungen die es heute nicht mehr gibt. Logistik ist wohl auch günstiger geworden. Zudem ist es heute leichter für einzelne Bereiche Fachpersonal zu bekommen.

Und heute waren’s bei RE6 sogar 600 :smiley:

da es mittlerweile sehr selten vorkommt das ich ne scheibe gleich am ersten erscheinungstag haben will,bezahle ich in der regel zwischen 30-50€ für ein spiel.wenn ich es unbedingt am ersten tag haben muß so hol ich mir auch gleich die collectors edition.ausschlaggebend ist dabei nicht die spielzeit oder sonst irgendwelche parameter sondern nur wie groß meine lust auf das game ist.

Ich habe mich eigentlich an 50 bis 60 € gewöhnt. Das finde ich bei Spielen, die eine höhere Spielzeit als 20 Stunden haben, auch völlig in Ordnung. Bei kürzeren Spielen wird es dann schon ein bisschen kritischer, aber wenn das Spiel unabhänging von der Spielzeit das Geld wert ist, werden hier auch gut und gerne 60 € investiert.

70 € finde ich dann allerdings schon sehr teuer. Und dass Donkey Kong Country 2 umgerechnet 130 € gekostet haben soll, überrascht mich wirklich sehr. Da kann man ja heute froh sein, zu welchen Preisen man Spiele bekommt. :o

Manchmal frage ich mich schon, warum ich für Videospiele überhaupt noch Geld ausgebe. Schließlich gibt es ein riesiges Angebot an Gratisspielen, mit denen man sich auch lange genug beschäftigen könnte. Trotzdem ist es etwas anderes, ein Spiel zu kaufen… Irgendwie fühlt es sich dann auch hochwertiger an, für mich zumindest. Und meine Lieblingsreihen gibt es nun mal nicht umsonst. Zumindest keine originalen Ableger.