High-End Retro: Analogue, Polymega und Co.

Ja da habe ich mich wohl verlesen. Ich dachte du hättest sowas geschrieben, wie danach hast du es nie wieder mitgenommen. Aber meinst wohl einfach danach hat dich nie wieder einer angesprochen. ^^

Aber da siehst du ja selbst, dass das niemanden interessiert. Von daher glaube ich nicht, dass man irgendwie Sorgen haben muss belangt zu werden.

Ich habe wirklich ne sehr starke Sympathie für Pyra und auch schon OpenPandora. Es ist Open Source und Modular und komplett von Enthusiasten der Szene mit viel Herzblut gefertigt und zum Großteil in Europa gefertigt daher der hohe Preis. Als das OpenPandora Projekt in Planung war, hatte man auch ne richtige Nische. Da gab es prkatisch gar keine Alternativen. Eigentlich nur PSP mit Homebrew sowie den GP2X. Hätte man das Gerät zeitnah entwickelt, dann hätte es einen kleinen Nischenerfolg haben können. Die Entwicklungszeit hat so lange gedauert, dass sich ein ganzer Markt an Alternativen gebildet hat. Sehr oft mit besserem Preis und mehr Leistung. Auch in verschiedensten Größen und Layouts. Sodass OpenPandora dann im Vergleich teuer, leistungsschwach und globig wirkte. Bei der Pyra eigentlich schon wieder genau das gleiche.

Selbst als Notebook finde ich es nur mäßig interessant. Solche Mini Notebooks gibt es so gut wie keine mehr. Aber es gibt noch ein paar und die sind in Sachen Preis-Leistung ebenfalls attraktiver.

Von daher sind die Geräte etwas, die ich mir trotz all der Sympathie für die Leute dahinter niemals kaufen würde.

Ist wahrscheinlich richtig. RR64 war halt für mich DAS Ridge Racer, dass ich damals häufig mit nem Kumpel gespielt hatte. Das ist dann einfach Notalgie, wenn ich gern mal wieder die Spiele aus guten, alten Tagen spielen möchte.

Weil hier mehrmals Romhacking.net erwähnt wurde, möchte ich auch mal snes-projects.de in den Raum werfen. Ein kleine Community für deutsche ROM-Übersetzungen - vor allem, aber nicht nur für SNES. Mein Highlight dort ist neben den Übersetzungen der Satellaview-Zeldas auch ein die „Terranigma VWF-Edition“: Dabei wurde das deutsche Skript in die japanische Version reingehackt, mit neuem (besseren) Font und vollen 60 Hz.

Ich habe übrigens gestern mal wieder Star Fox 64 auf RetroArch / Mupen64 Next gespielt, und zumindest dort sind viele Glitches mitlerweile behoben. Ich würde meine Sammlung einfach in RetroArch reinkloppen, vielleicht mit einem Frontend wie EmulationStation DE, und gut ist. Wenn dann mal ein Spiel nicht geht, muss man halt sehen. Ich finde frickeln nicht schlimm, vor allem, wenn man dann alle paar Wochen / Monat einmal bei einem Spiel nachjustieren muss.

Die Seite ist mir ein Begriff. Das ist auch genau so ein Beispiel für das was ich gemeint habe. Gerade für Leute, die deutsche Übersetzungen suchen ist die Seite und die Filebase von snes-projects ein Juwel. Das Projekt ist aber relativ unbekannt, auch wenn man sich als deutscher für Dinge wie Romhacks, Übersetzungen, Homebrew, Emulation… interessiert. Viele werden daher wohl nie darauf stoßen. Ich weiß nicht, ob all deren Content auf RHDN ist, aber das meiste wie es aussieht schon.

Aber in Zukunft kann es gut sein, dass solche Releases dann nachher ausschließlich auf solch unbekannten Seiten zu finden sind, wenn ein zentraler Hub fehlt. Wenn die Seiten dann down gehen ist auch der Content weg.

Also wenn man schnell mal ein Spiel öffnen muss kann ich von meinem Test schon mal sagen das der originale GBC am schnellsten ist, gefolgt vom Analoque Pocket mit OpenFPGA, danach kommt das Anbernic SP (Da braucht es etwas bis dieses auf RetroArch basierte OS gestartet ist), schlusslicht sind die Pyra wo ein ganzes Debian Linux gebootet werden und man noch den Emulator startet und das GPD Win Mini bei dem zwar Windows booten schnell geht aber dann eine ganze Menge Windows Programme aufploppen..

Dafür bekommt man, wenn man sich die Zeit nimmt beim GPD Win (eigendlich bei jedem Model, muss nicht der Mini sein) im Grunde die meiste Power, , der Anbernic geht nur bis PS1, DS und Dreamcast/PSP (letzere eingeschränkt), die Pyra hat momentan Emulatoren bis Dreamcast, das letzte Mal wo ich den Analoque Pocket geupdatet hab waren SNES, NES, Megadrive.. sowie C64 und Comodore Amiga das maximale, und das GPD Win soll wohl sogar PSVITA können, da hab ich aber noch nicht rausbekommen wie das gehen soll..

Analogue Pocket ist momentan übrigens in diversen Farben bestellbar.

RetroBat hat bei mir irgendwie Probleme mit Amiga und C64 Spielen, aber auf dem Anbernic RG 35 XX SP starten die ohne Probleme ..
Die neuen Analoque Pocket farben sind echt schick, aber ich kann mit meinem Apple Pay nichts mehr bei Analoque bestellen..

Vieleicht wenn es die Dinger so bei Media Markt zu kaufen gibt..

Der YouTuber RetroDodo sagt er ist übersättigt von all den Handhelds, die dauernd herauskommen und fast bis auf Kleinigkeiten identisch sind, nur damit die nächst Woche von einem neuen Handheld abgelöst werden. Es sind so viele, dass er nichtmal mit den Review-Videos hinterherkommt. Er sagt aus wie wichtig es für YouTuber in diesem Gebiet ist so schnell wie möglich ein Review oder Preview zu machen, um dann über die Ref-Links Einnahmen zu generieren. Er hat da keinen Bock mehr drauf und fokussiert sich auf Nischengeräte, die Geräte, die er wirklich für dauerhaft gut befindet und andere eigene Projekte.

Der Treppenwitz daran ist, dass er die Handhelds aber weiterhin auf seiner Webseite mit Text-Reviews versieht, wo er auch weiterhin Affiliate-Links postet.

Man kann ihm daher genauso gut unterstellen, dass er sowieso nicht rechtzeitig mit den Videos am Start ist, weil er die Masse an Content nicht schafft und daher nutzt er YouTube als schickes Aushängeschild für seinen Content, der jetzt nicht mehr so ist, wie das was er kritisiert, aber mit seinen Artikel auf der Webseite, wo das Text-Review weitaus weniger Arbeit ist, macht er dann dennoch genauso weiter und profitiert immer noch von dem Modell.

wenn ihm das Leben als Influencer zu stressig, soll er sich einen richtigen Job suchen und aufhören rum zu jammern.

Wobei ich aber auch sagen muss, dass diese Handhelds komplett überhand genommen haben. Ich blicke da auch null durch welcher wieso weshalb warum eine gute Sache ist.

Er sucht sich ja quasi einen neuen Job, wenn er nur noch Nischenprodukte bewirbt. Daher verstehe ich deine Kritik nicht.

Textreviews sind einfach, wenn der nächste Handheld einfach nur Analogsticks hinzufügt, die das Vorgängermodell entfernt hat. Dann ist das Review eben kurz, weil man auf den vorherigen Text verweist. Bei YouTube würde ein Minireview dagegen keine Einnahmen generieren.

Die Handhelds haben auch schon lange Überhand genommen. Daher kann ich der Äußerung in dem Video ja inhaltlich zustimmen.

Es ist natürlich nicht so, als würde er als Erstes diese Kritik äußern. Alleine schon hier im Thread kann erinnere ich mich daran, dass @Karltoffel das schon mehrmals geäußert hat. Ich bezweifle dafür, dass man daher erst eine große Erleuchtung braucht, um auf diese Erkenntnis zu kommen.

Was ich halt sehr scheinheilig finde, ist, dass er sich irgendwie als eine Art Aussteiger darstellt. Er sagt ja eigentlich, dass all die YouTuber davon profitieren einen Hype, um die Geräte zu gestalten und dann über die Affiliate-Links selbst am Hype mit verdienen und dass er das so nicht mehr mitmacht. Bzw. nur noch bei den Geräten, bei denen er wirklich aus Überzeugung ein Video machen will. Er wird aber nicht mehr prinzipiell von allem ein Video machen, um da über Ref-Links Geld zu verdienen.

Auf der anderen Seite wird er aber weiterhin zu jedem Gerät einen Test schreiben, um da dann doch immer noch an den Ref-Links zu verdienen. Darüber hinaus ist seine Seite ja auch gespickt mit Artikel wie normale News-Artikel, Top-Listen und so weiter, die ebenfalls nochmal für die gleichen Produkte mit noch weniger Aufwand ebenfalls mit Ref-Links versehen sind. Von daher wirkt das in meinen Augen sehr heuchlerisch, wenn ausgerechnet er sich dann so als die geläuterte Person darstellt.

Dagegen steht ne Person wie RetroGameCorps die natürlich auch und noch mehr mit diesen Geräten verdient als er. Gleichzeitig muss man sagen, dass er aber nicht nur bessere Reviews hat. Er hat auch jede Menge Guides und Anleitungen, die wirklich hilfreich sind. Während jemand wie Retro Dodo abseits der Reviews halt durch News und Top-Listen voll mit Ref-Links auffällt. Und da kann ich daher bei so nem Video echt nur noch mit den Augen rollen.

Um zu den Handhelds selbst zurückzukommen:

Das hat wirklich echt schon lange Überhand genommen. Und zwar viel zu stark. Inzwischen sind fast alle dieser Geräte okay, einen Totalausfall wird man sehr selten finden. Das Problem ist aber, dass nur ein Teil wirklich sehr, sehr gut ist und dass auch viele Geräte gefühlt nach zwei Tagen obsolet sind. Klar kann man immer noch Spaß mit seinem Gerät haben, wenn eine Woche später ein besseres erscheint, aber vor dem Kauf hat man, wenn man für seine Bedürfnisse das beste Gerät möchte, echt eine Mammutaufgabe das zu finden, was für einen am besten passt.

Und sehr viele Leute, die in der Bubble drin sind, die kaufen eigentlich nur Geräte ohne zu zocken. Die haben teilweise schon 10, 20 oder über 50 da stehen und rechtfertigen sich, warum das nächste Gerät dennoch einen Usecase hat, der ihnen immer noch einen Mehrwert bietet. Weiterhin sind die Geräte eigentlich erst dann gut, wenn die Community Custom Firmware dafür macht. Und weil es dauernd neue Hardware gibt, wird ein Großteil der bestehenden Hardware nicht so lange von der Community supportet.

Je nach Wunsch, was man damit machen will, gibt es schon ein bis zwei Dutzend Geräte, die man von den inzwischen weit über 100 in Betracht ziehen kann. Also aus welchen man sich dann ein oder zwei passende Geräte aussuchen könnte.

Ich selbst habe für mich die beste Lösung gefunden. Als portables Retro-Gerät würde ich immer den Miyoo Mini Plus wählen. Der kann NES, SNES, GB, GBC, GBA, Mega Drive, Master System und all den anderen Retro-Kram perfekt abspielen. PS1 und DS nicht zu 100%. Aber sehr, sehr viel. Bei PS1 hatte ich bis jetzt noch mit keinem Spiel Probleme. Das Gerät kann man schon für 40 Euro finden. Es ist super im Hosentaschenformat, die Verarbeitung, das Display und so sind für den Preis wirklich genial. Vor allem aber ist das Gerät mit der Custom Software Onion OS wirklich sehr schnell Plug & Play. Das ist mit der größte Vorteil. Das Ding ist so toll in der Benutzung. Ich kann das nicht genug loben. Das heißt, man verbringt keine Ewigkeiten mit der Konfiguration. Das Gerät ist daher so in der Usability abgerundet, dass es immer noch heraussticht, obwohl seit dessen erscheinen, wieder mehrere Dutzend andere Geräte kamen. Für mich ist das der perfekte kleine Handheld für Retro.

In Kombination dazu würde ich dann einen Handheld PC wählen. Wenn man da das günstigste Gerät will Steam Deck, wenn nicht eben was anderes wie ROG Ally X. Diese Kombination ergänzt sich super. Ein Steam Deck kann so gut wie alles emulieren und noch PC-Spiele spielen. Dafür ist es sehr groß. Das Miyoo Mini ist sehr klein und kann daher überall mitgenommen werden. Bei dem günstigen Preis wäre es auch bei nem Verlust o. ä. auch eher verkraftbar. Das ergänzt sich perfekt.

Durch diesen Artikel

bin ich übrigens wieder auf das Thema Sanni Cartreader gestoßen. Inzwischen gibt es mehrere Shops, die den wohl verkaufen:

  • Das hier ist wohl das günstigste fertige zusammengebaute Modell. Hier handelt es sich jedoch um die Altere V3 des Builders.
  • DieserShop bietet aktuell nur ein Set mit Einzelteilen an, zusammenbauen und löten muss man noch selbst, daher wird es wohl für viele rausfallen, der Vollständigkeit halber, liste ich es aber mal auf.
  • Dasist der „günstigste“ Shop, der die aktuelle Version als Fertig-Kit verkauft. Aktuell jedoch nur als Vorbestellung.
  • Hier kann man ihn schon fertig bei Etsy bestellen, also keine Vorbestellung. Jedoch das teuerste aller Inserate.

Weil ja schonmal das Thema hier war, wollte ich das mal auflisten.

Ich tue mich mit den Inseraten aber schwer. Klar lassen die Shops sich den Zusammenbau bezahlen und verlangen daher mehr als den Preis der Einzelteile. Ich finde den Endpreis jedoch schon happig. Hinzu kommt, dass Sanni, der Schöpfer des Cartreaders bei keinem dieser Shops irgendwie was abbekommt, was bei solch einem hohen Preis schon irgendwie unverschämt ist.

Von daher habe ich die Shops zwar jetzt gelistet, aber würde dennoch nicht unbedingt dazu raten. Die Fertig-Geräte wie der GP-Operator oder die Retrode (wo eine Retrode 3 ja angekündigt ist) sind günstiger, aber mit weitaus weniger Features versehen und decken weniger Plattformen ab.

Ich würde daher echt immer noch raten über Foren oder so jemanden zu finden, wo man das fertige Gerät abkaufen kann oder jemand der es extra für einen zusammenbaut. Über eine Foren-Sammelbestellung, konnte ich die ganzen Einzelteile für rund 50 Euro bestellen und habe dazu noch jemanden gefunden, der den CIC-Chip schon für mich geflashed hat. Für 30 Euro habe ich dann jemanden gefunden, der mir das Gehäuse gedruckt und den kompletten Zusammenbau mit Test für mich übernommen hat. So war ich am Schluss bei 80 Euro. Das war schon ein Schnäppchen und sehr viel Glück. Von daher kann man das nicht als Preis bei so nem Shop erwarten. Aber wenn die 200 Dollar und mehr für den Zusammenbau wollen, finde ich das schon überzogen.

Ach, wenn der Pocket mit den SNES Spielen nur Quicksaves und/oder Standby unterstützen würde, wäre ich für die unterstützten Plattformen wunschlos glücklich… wird aber wohl nicht kommen, leider.

Auf dem MiSTer unterstützt der SNES-Core seit ein paar Tagen Savestates. Damit stehen die Chancen gut, dass das auch in den nächsten Monaten auf den Pocket portiert wird.

Whoaaa. Das wäre der Hammer. Dann müsste ich mir noch das ein oder andere SNES-Spiel nachkaufen! :smiley:

Als ich die Meldung gelesen habe, musste ich auch direkt an dich denken, @Tiago.

Der MISTer hat natürlich mehr Power als der openFPGA innerhalb des Analogue Pocket, von daher kann es gut sein, dass Features im SNES Core von MISTer einfach aufgrund der schwächeren Power nicht in den SNES Core des Analogue Pocket integriert werden können. Ich habe auch versucht in Erfahrung zu bringen, ob das hier der Fall ist oder nicht. Ich konnte aber keine Info finden.

Naja, ich hoffe einmal für Analogue Pocket-Nutzer, dass es möglich sein und auch bald umgesetzt wird.

Unwahrscheinlich. Es ist nicht soressourcenaufwendig, den Speicherzustand eines System auszulesen. Man muss dafür nur die Komponenten richtig auf dem FPGA platzieren, damit die notwendige „Verkabelung“ Platz hat.

Der Pocket schafft immerhin problemlos GBA-Spiele. Und der GBA ist eine mächtige 32-Bit-Konsole.

Gibt es hier eigendlich schon Erfahrungen mit alternativer Firmware für den Anbernic RG35, genaugenommen MuOS? Die Integration von Portmaster, einer Software mit der man einige PC Spiele laufen lassen kann (vor allem Zeug was halt nicht so Aufwändig ist wie Stardew Valley, aber es gibt auf der Seite der Software auch eine Menge OpenSource Titel zum runterladen),
Ich mein das Tolle am Anbernic ist ja das es einigermaßen einfach ist, andere OSes aufzuspielen weil alles auf MicroSD Karten liegt, das heißt wenn man lieber ein anderes OS haben will muss man nur die linke Micro SD Karte austauschen..

So nachdem ich jetzt mal MuOS installiert habe: Nice, es lädt um einiges flotter als das Originale OS was mit dem Anbernic RG35XX SP mitkam, ich kann on the go den Emulator auswählen und so zum beispiel inkompatibelitäten ausgleichen,
Zusätzlich ist hier auch noch Portmaster vorinstalliert: hier lassen sich Ports von Kommerziellen Spielen oder von freien Linux Games runterladen, für erstere braucht man auch noch die Spieledateien vom Original, und für letztere natürlich nicht.. nach einer Installation sind die dann im File Explorer unter Ports anwählbar, ..

Wie sich das ganze dann aber im Vergleich zum Originalen OS schlägt muss ich noch testen..