Aloha!
Eye-Tracking ist voll kommen. Erst vor vier Tagen sprachen wir über Sophia (siehe hier), welches versucht das Vorhaben des Spielers anhand der Orte, die er auf dem Bildschirm betrachtet zu antizipieren. Oculus Rift und Sophia sind zwar irgendwo ähnlich (man stelle sich mal die Kombination vor!), aber doch recht verschieden:
Oculus Rift, darf man sich wie eine, zugegebenermaßen recht große, Brille vorstellen, die zwei Bildschirme beinhaltet. Insgesamt soll für den Endnutzer so am Ende ein 1080p-3D-Bild entstehen. Soweit so alt. Der Clou an der Sache ist aber, dass Oculus Rift auf jede Kopf- oder Augenbewegung reagiert und diese sofort auf Spiel übertragt. Soll heißen: Um sich in einem Egoshooter umzusehen, bewegt man nicht etwa die Maus, oder den rechten Stick, sondern ganz intuitiv Kopf und Augen. Und es funktioniert!
Viele tester sind ziemlich begeistert, auch wenn es noch nicht ganz ausgereift ist. Bei einer frühen Beta von Doom zum Beispiel fühlte sich das ganze dann an, als würde die Waffe an der Nase kleben… Außerdem sind die einzigen offiziell aktuell spielbaren Spiele mit Oculus Rift Hawken, Half-Life 2 und Team Fortress 2, was angesicht des Releases Ende 2014 aber noch lange nix heißen soll. Dadurch, dass man optisch nicht den Eindruck hat auf einen Bildschirm zu gucken, sondern „mittendrin“ in der virtuellen Welt ist, kann man das Oculus Rift auch nicht einfach als 3D-Bildschirm nutzen, sondern das Spiel muss extra auf das OR angepasst werden.
Ich finde das klingt bombastisch und könnte der nächste logische und konsequente Schritt nach 3D werden!
Einzig problematisch stelle ich mir persönlich nur noch eines vor: Den Controller. Wenn ich wirklich den Eindruck habe mit Kopf und Augen im Spiel zu sein und mich ganz intuitiv zu bewegen, dann stelle ich es mir sehr unhandlich vor, noch einen Controller nutzen zu müssen.
Aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Interessant wäre hier einen Preis zu kennen (das Developer-Kit kostet 300$ und verfügt noch nicht über die technische Reife, Auflösung und Tragekomfort. Release ist ja auch erst in einem Jahr.), die Brillenfreundlichkeit und die altbekannte Motion-Sickness. Die Brille soll natürlich so nah wie möglich ans Auge ran und da kann eine Brille natürlich im Weg sein. Das Team soll aber selbst großteilig aus Brillenträgern bestehen und daher wird da eifrig dran gewerkelt. Die Motion-Sickness könnte da das größere Problem sein. Viele Menschen haben schon jetzt Probleme mit Ego-Shootern (warum ist schnell erklärt: Während die Augen dem Kopf mitteilen, dass man voll in Action ist, rennt und hüpft, sagt das Gleichgewichtsorgan im Ohr „Nope. Hier ist alles cool. Beweg’ mich keinen Millimeter.“ und das kann schnell zu Übelkeit führen). Mit Oculus Rift wird das alles natürlich noch ne ganze Ecke schlimmer und viele Tester klagen über Schwindel und Übelkeit.
Was meint ihr? Zukunft, oder Quatsch, den keiner braucht?