Schlüsselkarten: Das Ende von physischen Spielen?

Ich gehe gerne auf Retrobörsen und Flohmärkte, wo ich 30-40 Jahre alte Spiele kaufe. Es gibt keine Garantie, dass die Gamekeycard dann noch funktioniert. Ich bin immer auf Nintendos Goodwill angewiesen.
Für Current-Gen wird der Gebrauchtmarkt irgendwie überbewertet. Wenn ich mal von First-Party-Titeln absehe, sinken die Preise verdammt schnell. GameStop ging auch pleite, weil Gebrauchtspiele dort oft teurer waren als der Neupreis im Mediamarkt am anderen Ende desselben Einkaufzentrums.

Ein Gebrauchtmarkt ist für physische Spiele wichtig. Denn Lagerplatz ist begrenzt und viele Spiele verschwinden aus dem Handel. Aber digital bekomme ich eigentlich alles. Sogar Scott Pilgram.
Ok, nicht alles alles. Aber wenn man bei nahezu 0 Vertriebskosten ein Spiel aus dem Programm nimmt, dann hat es scheinbar keinen Wert mehr. Dann entsteht auch kein Schaden, wenn ich mit Augenklappe und Papagei auf der Schulter…

Wichtiger ist mir aber ein ganz anderer Punkt: ist der Markt rein digital, gibt es auch die Ausrede man könne ja physisch kaufen, nicht mehr. Das ist die Voraussetzung, dass digitale Inhalte rechtlich menschenfreundlicher gestaltet werden.