Welches Spiel habt ihr als letztes durchgezockt und wie gefiel es euch?

Kid Icarus: Of Myths and Monsters
Wie angekündigt, habe ich mich mal nach Angel Land begeben und den Game Boy-Nachfolger von Kid Icarus ausprobiert.
Göttin Palutena hat eine Vision von einem Heer Dämonen, das Angel Land erobert will. Weshalb sie den Anführer ihrer Engelstruppen Pit auf eine Trainings-Mission schickt, um die die drei Schätze zu finden.
Das Spielprinzip ist folgendes: Man bewegt sich durch doch recht großes Levels, entweder von rechts nach links oder von unten nach oben (mal mit, mal ohne Screen Wrap).
Dabei begegnet man einigen Gegnern, die Pit mit seinen Pfeilen ausschalten kann. Diese fliegen nicht besonders weit und haben keine große Durchschlagskraft. Die Gegner lassen Herzen fallen, die nicht dafür da sind, Lebensenergie aufzufüllen, sondern eine Währung darstellen.
In den Levels stößt man immer wieder auf Türen. Oft sind das Läden, wo man sich Items wie Hämmer, Lebensenergie oder Trankflaschen, die Pit beim eigentlichen Ableben ein paar Lebenspunkte bescheren. Manchmal sind das auch Heilquellen, Fallenräume voller Fledermäuse oder Hinweise auf andere, versteckte Räume.
Manchmal sind es aber auch Räume, in denen Gott Zeus Pit erwartet. In einigen bekommt Pit, wenn er genug Erfahrung gesammelt hat (es gibt keine sichtbare Erfahrungsanzeige) ein Schadens-Upgrade, in manchen anderen muss er eine Weile gegen Angriffe überleben und erhält dafür eines von drei Upgrades, die aber nur bei 2, 3 oder 4 vollen Lebensbalken wirksam werden.
Am Ende einer Stage werden die Punkte dem Punktekonto gutgeschrieben und bei einer bestimmten Punktzahl gibt es einen weiteren Lebensbalken.
So wird Pit immer stärker und stärker und das spürt man wirklich stark und gibt ein echt cooles Gefühl des Fortschritts.
Überrascht war ich, als ich das viertes Level der ersten Welt (Unterwelt) betrat und mich ein richtiger Zelda (1)-Dungeon präsentierte, inklusive find- oder kaufbarer Karte, Fackel (zeigt Position auf der Karte) und Stift (markiert besuchte Räume). Diese waren ein echtes Highlight. Jedes vierte Level der drei Welten ist so eine Festung. Am Ende des Dungeons wartet auch immer ein Boss, der tatsächlich einiges von Pit abverlangt. Zur Belohnung über den Sieg, erhält man auch einen der drei Schätze.
Hat man die Schätze aus Unterwelt, Oberwelt und Himmelswelt errungen, erklärt Palutena das Training für beendet und rüstet Pit mit den drei Schätzen aus: Die Flügel des Pegasus, erlauben die Möglichkeit, unbegrenzt zu fliegen, die Silberrüstung lässt Pit nur noch den halben Schaden nehmen und die Pfeiles des Lichts erhöhen die Reichweite ohne die Beschränkung des Langbogens.
Doch die Freude währt kurz, denn der Anführer der vorhergesagten Dämonen erscheint und versteinert Palutena. Nun bewegt man sich durch den Himmelspalast, ein einziges recht großes Level, das die neuen Pegasus-Flügel gut ausnutzt. Und am Ende bekämpft man in zwei Phasen Orcos. Dieser Bossfight war auch richtig gut und hat mir einiges abverlangt.
Nach dem Sieg wurde Palutena befreit und Angel Land war wieder sicher.

Mich hat das Spiel absolut überrascht. Während Metroid das Schwesterspiel Kid Icarus ziemlich überschattet hat, finde ich, dass Of Myths and Monsters Metroid 2 überbietet. Leider erschien das Spiel noch nicht mal in Japan und ist wohl von der Geschichte etwas vergessen.
Nichtsdestotrotz ein überaus überraschender und ambitionierter Game Boy-Titel, durch den ich wohl Kid Icarus auf dem NES nochmal eine Chance geben werde.
8/10