Wer das fantastische Point&Click-Adventure There is no Game: Wrong Dimension nicht gespielt hat, sollte das UNBEDINGT nachholen. Meta-Humor der absoluten spitzenklasse.
Ein Haltepunkt auf dem Weg durch einen Haufen imaginärer Videospiele war ein Sherlock Holmes-Point & Click-Adventure. Und dieses ist der Aufhänger für Crushed in Time.
Holmes & Watson Return
Die Geschichte von Crushed in Time beginnt als Draw A Pixel (das echte Entwicklerstudio hinter den beiden Games) ein neues Holmes & Watson-Spiel auf den Markt bringt, dieses aber wohl aufgrund von Bugs unspielbar ist.
Wir begeben uns also in die Release-Version dieses Spiels und versuchen diese ganz normal zu spielen und stoßen alsbald auf den Grund für die Bugs. Diese führt zu einer aufregenden Reise durch die Entwicklungsgeschichte des Spiels.
Point & Schnipp?
Statt eines klassischen Point & Clicks muss man alles in Crushed in Time schnippen und das schließt die Menüpunkte ein. Die Rätsel des Spiels nutzen dieses Konzept zu seiner Gänze aus, es macht das Spiel aber jetzt nicht viel aufregender und hat auch keine Plot-Relevanz.
Die Rätsel sind aber allererste Sahne und erfordern oft einiges an Herumprobieren und Hirnschmalz. Wem das zu doof ist, der kann das hilfreiche Hinweis-System nutzen.
„Ich glaube, hier sind Geister am Werk.“
Das besondere am Spiel ist wie beim Vorgänger der Meta-Humor. Anfangs geht es noch darum, dass die Charaktere sich etwas wundern, wenn sie geschnippt werden oder wie von Geisterhand Gegenstände an den richtigen Platz fliegen. Dabei fallen vor allem die Gegensätze der Charaktere auf. Watson (der eigentliche Hauptcharakter) legt eine gesunde Skepsis an den Tag, während der hochnäsige und recht unfähige Holmes für alles eine logische Erklärung vermutet. Diese Charakterdynamik ist fantastisch und trägt das Spiel über die gesamte Länge von respektablen sechs Stunden richtig gut.
Fazit
Crushed in Time ist wieder einmal ein kleines Meisterwerk von Draw Me A Pixel, das Adventure-Fans genauso wie den Vorgänger auf keinen Fall verpassen sollten.
9/10
Hier mach ich’s kurz. Ich glaube, ich muss niemandem diese Hochzeit aus Donkey Kong und Banjo-Kazooie mit viel zu vielen Collectibles erklären. Ich habe seit der Switch 1-Ära auf Donkey Kong 64 in Nintendo Classics gewartet und als es eerschien habe ich mich sofort reingestürzt und es ist die wohl beste Version des Spiels. Nintendo hat hier wirklich daran gedacht, den Slowdown in die entsprechenden Minispiele einzubauen, der nötig ist, damit diese überhaupt ohne Pause-Buffering schaffbar sind, während der Rest des Spiels merklich flüssiger läuft als noch auf dem N64. Das Spiel ist auch für seinen stellenweise hohen Schwierigkeitsgrad bekannt, den man in manchen Fällen schon als unfair bezeichnen könnte. Und hier hilft das Rewind-Feature der Switch 2 ungemein. Ohne hätte es wahrscheinlich ewig gedauert, die drei Vorkommen des komplett kaputten Biber-Butzemann-Minispiels zu schaffen. Ich war aber überrascht wie leicht es mir fiel, den Hasen und den Käfer zu schlagen, als auch Donkey Kong (Arcade) mit nur einem Leben durchzuspielen.
Ebenfalls überrascht war ich, wie leicht es mir fiel, alles Goldenen Bananen und in jedem Level alle 500 normalen Banane zu finden.
Es war jedenfalls ein Heidenspaß, diesen Ausnahmetitel nochmal zu spielen. Als nächstes fiebere ich auf den Nintendo Music-Release des OSTs hin.
Um die 101% zu erreichen habe ich laut Spielstand 17:55 gebraucht.
Eine Wertung spare ich mir. Dafür bin ich zu befangen.