Legalisierung von Cannabis

Ein Ladengeschäft in der Innenstadt ist Werbung. Ein Verkäufer, der vor Ort die Vorteile anpreist, ist Werbung. Legalisierung impliziert Werbung.

Falsch. Es wurde mehrfach erwiesen in unterschiedlichen Studien unabhängig von den Drogenkonsumierenden Anzahl in der Gesellschaft, welche Drogen am schädlichsten ist. Die schauen sich doch nicht die Gesamtzahlen an, wenn man Drogen an sich analysieren will.

Alcohol 'more harmful than heroin' says Prof David Nutt - BBC News

Dort heißt es: „Crack cocaine is more addictive than alcohol but because alcohol is so widely used there are hundreds of thousands of people who crave alcohol every day, and those people will go to extraordinary lengths to get it.“

Das bestätigt meine Aussage.

Lieber Karltoffel, bitte sag mir mal ob du die Prohibition von Alkohol der 20er in den USA als sinnvoll ansiehst?

Ich halte Verbote aus religiösen Gründen nicht sinnvoll. Ich halte es auch nicht für sinnvoll, ein gesellschaftlich akzeptiertes Mittel ohne Aufklärung zu verbieten.
Und ich halte es nicht für sinnvoll, schwerstabhängige Alkoholiker zum kalten Entzug zu zwingen, denn das endet zwangsläufig in der Beschaffungskriminalität.

Wir leben aber nicht mehr im Jahr 1920:
Sigmund Freund hat uns erklärt, dass der Trieb über den Verstand siegt, wir also nicht nur an die Vernunft appellieren können. Da es auch nicht um Dogmen geht, können wir bestimmte Alkohol schrittweise verbieten, z.B. erstmal nur besonders hochprozentige Sachen oder zuckerhaltige Alkopops. Oder wir könnten im ersten Schritt Werbung verbieten, die uns Bier=Freundschaft/Geselligkeit einreden will

Die Prohibition war übrigens nur Teil einer Bewegung, die weitaus mehr Drogen verbieten lies, z.B. auch Opium und Gras.

Hab da leider ähnliche Erfahrungen wie Phondrason. Und nein, die Leute kommen davon nicht mehr weg. Einziger Ausweg, Kontaktabbruch.
Mag sein dass es 20.000 Quellen und schlaue Artikel gibt die es wissenschaftlich gutheißen, aber da muss ich auch ganz ehrlich sagen: wer liest sich dass denn bitte durch? Sicher nicht die potenziellen Kids die cool sind. Die rufen einfach „machts legal, ich will Droge XY“, ohne sich irgendwas bewusst zu sein oder tiefgehend damit zu beschäftigen. In dem Sinne: ja du hast Recht, ist definitiv ein Gesellschaftsproblem. Weil heute einfach zu viel auf die leichte Schulter genommen wird. „Ist ja nur einmal“, „ich probiers nur mal“.

Oh Mann, jetzt bin ich aber traurig.

btw: Ich konsumiere ungefähr einmal im Monat. Manchmal öfter, manchmal seltener. Und auch nur wenn Freunde da sind. Ist dann einfach ein lustigerer Abend (was nicht heißen soll, dass es ohne nicht lustig wäre).
Meine Frau raucht ab und zu mal einen Downer wenn sie stark unter Stress steht. Das hilft ihr Ruhe und dann auch Schlaf zu finden. Ein Kumpel nimmt’s manchmal gegen seine chronischen Rückenschmerzen.

Überzüchtet und zugesetzt mit künstlichen Cannabinoiden - wieso? Wegen Schwarzmarkt übrigens. Und wieso veraltet? Die Dosis von THC ist insgesamt zwar angestiegen, aber das ändert nichts an Forschungsergebnisse. Zählen auch Forschungsergebnisse von Alkohol nicht, weil es Wodka gibt?

Nein, aber es würde einiges erleichtern. Zugang zu den Leuten, keine Stigmatisierung (als Süchtiger wendet man sich dann ungern an Hilfe, man möchte sich ja nicht als Krimineller outen) und Aufklärung über Möglichkeiten vor Ort wo man sein Stoff kauft. Der Dealer wird dir ganz sicher nicht helfen, sondern den Kick Suchenden Junkie noch höher dosiertes geben.

Wieso ist das ein Problem, solange der Konsum nicht zur Sucht wird? Läuft dann auch bei Leuten etwas schief, die jeden Tag morgens ihren Kaffee brauchen um in Fahrt zu kommen? Ist doch super, wenn Substanzen unterstützend wirken und die Lebensquali verbessern.

Also wenn ich durch die Innenstadt gehe und dort ein Cannabis Geschäft steht, ist das Werbung? Außerdem ist es eh schwachsinnig darüber zu diskutieren. Es haben jetzt jetzt schon 50%(!!!) der 18-25 Jährigen ein mal im Leben Cannabis konsumiert. Das bedeutet, die, die es probieren wollen, tun das so oder so. Egal ob da ein Cannabis Geschäft steht oder nicht. Und die, die es nicht probieren wollen, tun es eben nicht. Es ist egal, ob da ein Geschäft steht oder nicht.

Aber das ist nur ein Argument, das nicht den Ablauf der Studie beschreibt. Es gibt verschiedenste Studien und es wird die Substanz an sich untersucht, unabhängig des Grades der Benutzung. In allen Studien schneidet Alkohol extrem schlecht oder am schlechtesten ab.

Ich auch nicht.

Wieso sollte man es überhaupt verbieten? Es gibt keinen Grund der dafür spricht. Außer man ist dämlich und rassistisch, sowie die USA es damals war und alle Substanzen verboten hat.

Weiß nicht worauf du hinaus willst, aber ja, stimme auch da zu.

Du redest davon, dass wir nicht mehr 1920 haben, kommst aber mit Theorien von Sigmund Freund aus den 19. Jahrhundert. Überholte Ansicht?! Über die Substanzen gab es damals doch nix außer Grundlagenforschung. Zum Werbeverbot stimmt ich dir aber zu, zu jeglichen Substanzen. Verbot der Substanzen selbst bringt aber wie gesagt nichts außer Elend, hohe Todeszahlen und Junkies denen nicht geholfen werden kann.

Kontaktabbruch ist das schlimmste, was man süchtigen Menschen in so einer Situation antun kann. Die brauchen Hilfe, keine Verurteilung oder Abstempeln als Junkie seiner Freunde, die dann einfach abhauen. Um von solchen Substanzen loszukommen brauchen sie vor allem eines: ein stabiles Umfeld. Da hilft Kontaktabbruch ganz sicher nicht.

Ich bin 100% bei dir. Mehr Aufklärung, mehr Beratung und ein vernüftigen Jugendschutz. Und wo findet man die? Ja wohl nicht beim Dealer am Hauptbahnhof. Der fragt dich auch nicht nachm Perso. Würden diese Leute in ein zertifizierten Shop gehen, würden sie über Gefahren, Dosierung etc. aufgeklärt werden können. Durch die Prohibition wird das aber nix.

Ich bin mal ein sturer und ganz krasser Gegenpol und würde sagen, dass Drogen sämtlicher Art auf keinen Fall legalisiert werden sollten. Für mich geht die Argumentation immer in einer ähnliche Richtung wie: „Um mehr Sicherheit vor Waffen zu haben, brauchen wir mehr Waffen um uns zu schützen!“ Falscher Ansatz: Der Scheiß muss einfach komplett weg!

Es ist und bleibt ein Spiel mit dem Feuer. Völlig egal ob legal oder nicht. Es ist und bleibt eine Schädigung des eigenen Körpers und der Psyche und das kann so ziemlich keine Studie schön reden.

Ja, ich weiß, der eine kann damit umgehen, andere nicht, die Menge macht das Gift und wenn doch alles legal und kontrolliert werden würde… BULLSHIT. Je einfacher es zu kriegen ist, desto mehr „probieren es mal aus“ und je höher die Zahl der Probierenden, desto höher die Zahl, die (nicht nur potentiell) abrutscht und/oder vllt viel zu jung ist. Und vor allem: Genauso wie bei anderen Drogen gibts sicherlich mehr als genug Leute, die sich selbst falsch einschätzen und die Lage eben NICHT im Griff haben.

Und bevor jetzt wieder jemand mit Alkohol kommt: Das ist genau so Mist - ich mag es nicht, wenn Leute betrunken sind und ich kenne mehrere Menschen, die ihrem Umfeld durch den eigenen Alkoholkonsum geschadet haben.

Und wie so oft gilt bei Studien: Wer hat sie gemacht? Wer hat sie in Auftrag gegeben? Wie wurde dort gearbeitet und mit wie vielen Probanden? Wie aussagekräftig ist das Ergebnis usw usw. Studien haben belegt, dass die Leute einem alles mögliche glauben, wenn der Satz mit „Studien haben belegt“ anfängt. Ich bin mal so unfair und stelle die alle unter Generalverdacht.

Nennt mich stur und uneinsichtig und ja, woanders wurde es legalisiert und die Welt steht noch usw usw. bla bla blaaaaaa. Ist mir alles egal. Ich halte nichts von dem Mist und es geht in vielen Fällen eben auch nicht nur einen selbst was an, sondern eben auch dem Umfeld.

Der Kram von wegen „wäre es legal, wäre es einfacher eine Therapie zu bekommen, Stichwort Stigmatisierung usw.“: Bullshit. Hilfe kann man sich immer suchen (und kein Psychologe dieser Welt wird dich dafür in irgendeiner Form stigmatisieren) und ein Händler wird dir bestimmt nicht zeigen, wie du es schaffst von dem Zeug wegzukommen, mit dem er seinen Lebensunterhalt verdient.

Sorry, aber bei so viel Unwissen weiß ich garnicht wo ich anfangen soll. Mehr als „bitte informier dich“ kann ich dir leider nicht mitgeben Tiago. Du stellst wissenschaftliche Erkenntnisse in Frage, weil du dich viel zu sehr auf deine Gefühle verlässt. Für manche mag eine Legalisierung von (allen) Drogen total beängstigend wirken, Forschungsmodelle und Fakten zeigen aber, dass es zu einer Besserung der Gesundheits-Situation führen würde. Aber das sorgt eben für Ängste und Menschen handeln ja lieber nach Gefühl, anstatt faktenorientiert :wink:

Ich würde dir aber bitte, bitte ans Herz legen die Kurzdokumentation von ZDF Heute zu schauen, die ich vor ein paar Beiträgen verlinkt habe. Bitte INFORMIERT euch und nehmt nicht eure persönlichen Erfahrungen oder euer Gefühl als Grundlage eurer Meinung. Das wäre so als würde ein Flüchtling mich verprügeln woraus ich dann ableite dass alle Flüchtlinge scheiße sind.

Hier auch noch eine Playlist mit Interviews von Dr. Christian Rätsch, der sich quasi seinen Leben der Erforschung von psychoaktiven Substanzen gewidmet hat. Ich finde seine Einblicke und Gedanken sehr interessant, denn er bezieht sein Wissen nicht nur aus aktueller Forschung, sondern auch aus der Praxis von indogenen Naturvölkern, in denen der Gebrauch von psychoaktiven Substanzen seit Jahrtausenden als etwas ganz Normales und als wichtig angehesehen wird.

Weg kriegst du das Zeug aber nicht. Das Zeug muss nicht wie Waffen in irgendwelchen Fabriken hergestellt werden. Das kann man sich im Wohzimmer oder auf dem Balkon züchten.

Allein die Smog-Luft, die wir in unseren Städten atmen ist eine Schädigung des Körpers. Anders als die hat Cannabis jedoch auch durchaus positive gesundheitliche Wirkungen, z.B. das Unterdrücken des Wachstums von Krebszellen. Ergo: Studien können durchaus „schönreden“.

Deshalb ist eine ordentliche Beratung in einem Geschäft sinnvoll. Der Dealer gibt dir einfach irgendeinen Shit, den er wahrscheinlich nicht mal selbst versteht. Am besten noch mit Blei gestreckt.

Durchaus richtig! Aber würdest du deshalb Alkoholkonsum illegalisieren und kriminalisieren?

Sorry Tiago, aber das hilft KEINER Diskussion. Schnell sind alle Studien ob für oder wider falsch und wir haben keine Argumente mehr, auf die wir uns berufen können.

Auch hier haben Beispiele aus anderen Ländern bereits das Gegenteil bewiesen.

Du bist stur und uneinsichtig. Oder um es mit den Worten Goethes zu sagen: „You’re nitpicking and biased. I win. Byebye!“ :ugly:

Jein. Mehr als es mehrfach versuchen kann man als Individuum auch nicht. Und seh das mal aus der Sicht des Helfenden. Tut und macht und wird „mit Füßen getreten“ weil sich letztlich nichts ändert. Und so egoistisch es auch sein mag, mag ich mit so einem Umfeld nichts mehr zu tun haben, ehe es mir selbst schadet.

Bitte INFORMIERT euch und nehmt nicht eure persönlichen Erfahrungen oder euer Gefühl als Grundlage eurer Meinung

Aber genau das macht doch die eigene „unbefleckte“ Meinung aus. Man kann sich ja nicht zu jedem Thema eine fundierte Wissensgrundlage anreichern. Und da ist die persönliche Erfahrung nunmal schnell die eigene Meinung.

Ich weiß, dass ich da stur und uneinsichtig bin oder von mir aus auch emotional bin. Ich würde jetzt aber auch niemanden dafür stigmatisieren, der Cannabis konsumiert, aber wenn ich aus der Makroebene für mich das Für und Wider, bzw. Risiko und Nutzen gegeneinander abwäge, dann spricht das - wie gesagt für mich persönilch - eine ziemlich eindeutige Sprache. Bleiben wir demnach mal kurz bei Schwarz und Weiß: Wenn ich mich zwischen absolutem Verbot und der offenen Legalisierung entscheiden müsste, würde ich für das Verbot tippen. Ebenso bei Zigaretten und Alkohol. Aus den selben Gründen.

Allein die Smog-Luft, die wir in unseren Städten atmen ist eine Schädigung des Körpers. Anders als die hat Cannabis jedoch auch durchaus positive gesundheitliche Wirkungen, z.B. das Unterdrücken des Wachstums von Krebszellen. Ergo: Studien können durchaus „schönreden“.

Gift und Medizin liegen nah beieinander. Aber hier gehts ja gerade nicht um spezielle Fälle, wie zB. Krebspatienten, sondern um die Legalisierung für die breite Masse.

Deshalb ist eine ordentliche Beratung in einem Geschäft sinnvoll. Der Dealer gibt dir einfach irgendeinen Shit, den er wahrscheinlich nicht mal selbst versteht. Am besten noch mit Blei gestreckt.

Grundsätzlich ja, aber wie stellst du dir eine ordentliche Beratung vor? Soll es da erstmal eine Ananmese geben? Ich behaupte mal ganz frech, dass das dort geanuso ablaufen wird, wie aktuell mit Zigaretten und Alkohol: Siehst du alt genug aus, kriegst du das Zeug.

Sorry Tiago, aber das hilft KEINER Diskussion. Schnell sind alle Studien ob für oder wider falsch und wir haben keine Argumente mehr, auf die wir uns berufen können.

Ja, ich gebe zu, dass das vielleicht über das Ziel hinausgeschossen ist. Aber ganz ehrlich: Bin ich der einzige, bei dem Verdacht und Abwehrreaktion aufkommen, wenn man das Thumbnail vom oben geteilten YouTube-Video betrachtet? (Zumal er auch nur Doktor der PHILOSOPHIE ist, was bei dem Thema ja auch irgendwie schwierig ist, wie ich finde.)

Auch hier haben Beispiele aus anderen Ländern bereits das Gegenteil bewiesen.

Womit wir wieder bei glaubhaften Studien sind. Sicherlich wirds auch mehr als genug Fälle gegeben haben, die das bestätigen. Zumindest stelle ich das einfach mal so in den Raum.

Bei dem Post ging es mir aber eigentlich nur darum, mal dem heftig befürwortenden Laritou einen Gegenpol aufzustellen. Was nicht heißt, dass das nicht meine Meinung widerspiegle, dass meine Meinung nicht vielleicht naiv oder emotional wäre, aber ich wollte das auch eben nicht nur so im Raum stehen lassen.

Tatsächlich nicht. Die meisten Drogensuchten fingen mit Alkohol an, nicht mit Cannabis. Es ist durchaus so, dass ein Großteil der Drogensüchtigen vorher Cannabis - egal in welcher Form - konsumiert haben, aber bei ganz vielen war der Alkohol der Einstieg.

Dann frage ich Dich: was wäre besser -> dass ein zwölfjähriger Mensch sich die Drogen bei dem bzw. der netten Dealer:in von nebenan holt, wo natürlich nur die besten Zutaten drin sind, oder ob dieser zwölfjährige Mensch sich die Drogen in der Apotheke holt, wo man einen Personalausweis vorzeigen muss?

Studien, gerade bezogen auf Portugal, wo ja Drogen nicht kriminalisiert sind, zeigen, dass es hierdurch zu weniger Toten sowie zu mehr Annahmen von Hilfen kam. Und das ist es, was ich denke, was wichtig ist - nicht das Wegsperren, sondern das Helfen. Auch hier in DE läuft es nicht so gut.
Prävention ist wichtig.

Ich denke, eine Entkriminalisierung aller Drogen ist wichtig und richtig - ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass man Cannabis komplett legalisieren und sogar zum Verkauf anbieten sollte.

Wieso?
1.)
Die netten Dealer:innen von nebenan verkaufen meist nicht reines Cannabis, sondern gestrecktes Cannabis - vielleicht mit anderen Kräutern oder sogar mit Deodorant oder sowas. Ein legaler Verkauf von Cannabis (und auch anderen Drogen, wovon ich allerdings kein Befürworter bin) würde somit den Konsument:innen ein sicheres Produkt bieten - vielleicht auch schon fertig in verschiedenen Geschmacksrichtungen.
2.)
Heute ist es so, dass viel Steuergeld dafür aufgebracht wird, dass Dealer:innen und auch Konsument:innen ins Visier des Gesetzes geraten. Würde dies Wegfallen - alleine schon bei Cannabis -, so würde auf der einen Seite sehr viel Steuergeld gespart werden, auf der anderen Seite könnte man für eine Packung Joints dann auch derselbe Preis verlangt werden wie derzeit für einen Gramm Gras (bei uns, so zumindest mein letzter Stand, ~15€/g), was ja deutlich über den Produktionskosten von Cannabis liegt. Dadurch könnte nochmal deutlich mehr Steuergeld erwirtschaftet werden.
3.)
Ich weiß ja nicht, wie es bei Euch ist, aber ich habe bisher noch nicht mitbekommen, dass Dealer:innen auf den Jugendschutz achten. Durch einen legalen Verkauf von Cannabis, der z.B. nur durch autorisierte Stellen wie z.B. Apotheken erfolgen darf, wäre zwar kein 100%er Schutz gewährleistet (ist er ja bei Alkohol auch nicht :D), aber es wäre somit deutlich sicherer.

Ich denke, das Verbot von Drogen zeigt, dass solche Verbote nicht viel nützen: es werden trotzdem Drogen konsumiert und Drogen verkauft. Wieso dann nicht sicherer und unter staatlicher Aufsicht?
[btw.: dasselbe gilt auch für Abtreibungen]

Achja: Ich nutze gerne Quellen.
„Cannabis als Einstiegsdroge?“


„Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es eine mehr oder weniger feste Reihenfolge beim Ausprobieren psychoaktiver Substanzen gibt. Studien habe dazu eindeutige Belege vorlegen können. Fast alle Konsumentinnen und Konsumenten von Heroin, Kokain oder Ecstasy hatten mit Haschisch bzw. Marihuana begonnen. Konsequenterweise müssten aber der Konsum von Alkohol und Tabak in die Betrachtungsweise einer zeitlichen Abfolge einbezogen werden. Mit Alkohol werden in der Regel die ersten Rauscherfahrungen gemacht und vor der ersten Haschischzigarette kommt in fast allen Fällen zuerst das Tabakrauchen. Warum diese Reihenfolge so festgeschrieben zu sein scheint, ist nach wie vor nicht gänzlich geklärt.“
Aus: Topthema: Einstiegsdroge Cannabis? - drugcom [Zugriff: 07.07.2021, 10:14 Uhr]

„Portugals Drogenpolitik“

[SPOILER]"Die Befürchtung der Kritiker, dass Portugal durch seine liberale Drogenpolitik mit Drogentouristen aus aller Welt überschwemmt werden könnte, hat sich nicht bewahrheitet. Und auch die Portugiesen selber nehmen, nach einem kurzen Anstieg unmittelbar nach der Entkriminalisierung, dadurch nicht mehr Drogen.

Das gilt sogar für die Gruppe der 15 bis 34-Jährigen, die als besonders gefährdet gilt. Laut dem aktuellen Länderbericht der „Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht“ sank in dieser Gruppe der Drogengebrauch zwischen 2008 und 2018. 2018 lag er damit leicht unter dem europäischen Durchschnitt.

Besonders deutlich ist der Rückgang der Drogentoten und HIV-Infektionen. Deshalb wird Portugal von Befürwortern einer liberalen Drogenpolitik als ein positives Beispiel hervorgehoben."
Aus: Geschichte Portugals: Drogenpolitik - Südeuropa - Kultur - Planet Wissen [Zugriff: 07.07.2021, 10:50 Uhr][/SPOILER]

Das stimmt natürlich. Das heißt aber nicht, dass es auch gut ist.

„Ein Mann hat mich misshandelt? Alle Männer sind abusive.“ Die eigene Erfahrung als Meinungsgrundlage zu benutzen und jegliche Faktenlage und andere Erfahrungen zu ignorieren ist doch wohl nicht die beste Art an ein Thema heranzutreten, oder?

Definitiv nicht, aber es ist halt die erste Meinung. Der Wissensanteil der Meinung ist ja dann je nach Quellen die ich heranziehe auch schon wieder von anderen Leuten subjektiv geschrieben. Wenn ich zB google ‚What Trump did right‘, und nicht noch weiter recherchieren will (kostet ja alles Zeit), könnte ich auch meinen das Trump ein sehr guter Präsident war.

jo man kann gefühlt an allem gute Dinge finden .

ich kann leider nicht an dieser Diskussion teilnehmen . mein ganzes Leben rauche ich nicht , hatte erst einen kompletten Alkoholabstrurz (erste Schlussmach Erfahrung xD ) , Alkohol nutze ich als eine Art „only Partygetränk“ (z.B. Sportevents mit Kumpels oder Konzerte - niemals härteres privat)

wenn ich aber Quellen sehe (von einem Befürworter der stets betont wie unwissend andere sind) ala BBC „Professer Nutt“ (nutty professor lol ) oder der Dr. Philosophy Drug dann kann ich das irgendwie nicht so ernst nehmen
also halte ich mich da lieber raus :slight_smile:

Wenn ich solche Argumente sehe, die hier fallen, kann ich mir sehr gut vorstellen dass die entsprechenden Leute sich nicht wirklich über das Thema informiert haben :wink: Denn würde man sich informieren, dann müsste jeder mit mindestens fünf Gehirnzellen begreifen, dass eine Prohibition bei Drogen nichts als Schaden anrichtet.

Man sollte sich einfach informieren, also mehr als 3 Artikel aus Bild und Spiegel zu lesen und verschiedene Quellen berücksichtigen. Sich die Für und Gegenargumente anschauen, von Experten, und abwägen. Wenn man diese Experten dann nicht ernst nimmt, weil sie komisch heißen oder komisch aussehen, ist das nicht mein Problem. Ich denke aber jemand der sich seinen Leben lang mit dem Thema beschäftigt und Jahre lang studiert und geforscht hat, hat mehr Fachkompetenz als wir alle zusammen :wink:

Hier auch noch mal ein empfehlenswertes Video: https://www.youtube.com/watch?v=6EY0UkgzvFI

Wie wäre es, wenn du diese Forschungsergebnisse mit uns teilst?

Das nennt man Prävention.
Marihuana schafft Antriebslosigkeit. Es sorgt dafür, dass sich jemand nicht mehr mit seinen Problemen auseinandersetzt, sondern sie einfach hinnimmt. Selbst wenn der Konsument merken würde, dass er abhängig wird, wäre es ihm schlicht egal.

Es verbessert die Lebensqualität nicht. Es betäubt nur den Schmerz. Leben ist aber Schmerz (in dem Sinn, das Schmerz bzw. aktive Schmerzreduktion der Antrieb allen Lebens ist)

Ja. Ladenfronten mit Firmenlogo und Schaufenstern sind Werbung. Nebenbei der Grund, wieso sich C&A, Espirt und Co sich Geschäfte in Haupteinkaufsstraßen leisten. Deshalb sind die Geschäfte nicht in einem schmucklosen, fensterlosen Betongebäude.

Ich hab auch eine Menge Dreck ausprobiert. Aber ein mal ausprobieren und Respekt vor der Wirkung haben (und es dann nicht mehr nehmen), ist etwas anderes als regelmäßiger Konsum.

Das bedeutet, die, die es probieren wollen, tun das so oder so. Egal ob da ein Cannabis Geschäft steht oder nicht. Und die, die es nicht probieren wollen, tun es eben nicht. Es ist egal, ob da ein Geschäft steht oder nicht.

Dann poste doch bitte seriöse Quellen für deine Behauptungen. Du behauptest etwas, postest einen Link und hoffst, dass den dann niemand ließt. Weil anscheinend das beste (oder erstbeste?) das du gefunden hast, deinen Thesen widerspricht.

Wieso sollte man es überhaupt verbieten? Es gibt keinen Grund der dafür spricht.

Ich komm auf dem Weg zur Arbeit jeden Tag an der örtlichen Drogenszene vorbei. Genügend Menschen, deren Lebensinhalt nur noch der nächste Kick ist. Genügend Gründe…
Wo willst du die Grenze ziehen? Die meisten Drogen sind gefährlich, und den meisten Menschen fehlt das Expertenwissen, dies überhaupt richtig zu beurteilen. Da sind Verbote sinnvoll, wenn Aufklärung versagt.
Das ist dasselbe wie bei Coronamaßnahmen oder Tempobeschränkungen im Straßenverkehr.

Du redest davon, dass wir nicht mehr 1920 haben, kommst aber mit Theorien von Sigmund Freund aus den 19. Jahrhundert. Überholte Ansicht?! Über die Substanzen gab es damals doch nix außer Grundlagenforschung.

Die Prohibition bekam als Idee so um 1850 Aufwind - damals haben auch die ersten Bundesstaaten Alkohol verboten. Damals hatte man noch diese edle Vorstellung vom Menschen, der möglichst seinen Verstand statt seiner Emotionen nutzen würde. Triebgesteuert waren Geisteskranke. Mit dieser Weltsicht machte die Prohibition in der Form total Sinn: Alkohol verführte Menschen zum Bösen.

Freud hat die Psychologie revolutioniert, indem er eben die Natur des Menschen (=ein triebgesteuertes Tier) anerkannt hat, das von Angst und Freude gesteuert wird. Der Staat hielt es für ausreichend, Alkohol zu verbiten (kein vernünftiger Mensch würde dagegen verstoßen), die Mafia und Kriminellen haben an die Emotion appeliert (komm, du willst es doch auch!).

In der Konsequenz bedeutet es, dass du nicht einfach Alsterwasser verbieten kannst. Du kannst aber bei harten Drogen anfangen, bei hochprozentigem Alkohol und dann Verstöße anden, denn Angst vor Strafe funktioniert. Das ist in einer demokratischen Gesellschaft kein schönes Mittel, aber manchmal notwendig.

Kontaktabbruch ist das schlimmste, was man süchtigen Menschen in so einer Situation antun kann.

Nein. Ein Süchtiger wird selbstsüchtig. Die anderen sind schuld an seinem Leid. Er muss alleine und am Ende sein, um sein Problem einzusehen.

Das gebe ich zurück an dich. Du hast etwas von „veralteten“ Forschungsergebnisse behauptet. Worauf beziehst du dich?

Quelle für diese Behauptungen? Kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Antriebslosigkeit ist eine falsche Behauptung, das habe mich bereits erläutert. Muss ich dir noch mal die Wirkungsweise der beiden Sorten erklären?

Kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Cannabis hat mich nicht betäubt, sondern mich eher zum Andenken angeregt und mich dazu gebracht, mich selbst zu reflektieren in eine Weise, die ich noch nicht in nüchternden Zustand durchführen konnte. Liest du eigentlich meine Beiträge? Hättest du dir das Video angeschaut wüsstest du, dass Cannabis nicht betäubt, sondern natürliche Blockaden der nerven löst. Betäubend ist Alkohol. Cannabis betäubt einen, wenn überhaupt, körperlich.

Da hast du Recht. Wobei man Fachgeschäfte bezüglich Werbung natürlich regulieren könnten, so wie in Amsterdam die Coffeshops ebenfalls nicht auffällig und nur in bestimmten Gebieten der Stadt sein dürfen.

Das ist schön für DICH :wink:

Die Studie, die ich gepostet habe, widerspricht mir nicht. Desweiteren habe ich verschiedene Videos und Artikel gepostet, die du scheinbar nicht gelesen hast. Hast du überhaupt Interesse an einer Diskussion oder willst du einfach nur deine Meinung äußern? Du könntest ja auch mal Quellen für deine Behauptungen posten, denn bisher hast du nur Behauptungen rausgehauen, ohne Fuß und Grundlage.

Diese Leute leben im Elend eben WEGEN der Prohibition. Aber das kannst oder willst du anscheinend nicht begreifen. Prohibition –> Kauf bei Dealern vom Schwarzmarkt –> Verunreinigte Stoffe (mit zusötzlichen Suchtmachern gemischt) / Keine Beratung –> Menschen werden süchtig –> Kaufen weiter Stoffe auf Schwarzmarkt –> Teufelskreis beginnt

Schön. Und noch mal die Frage. Welche Vorteile hat die Prohibition gebracht? War die Gesundheit der Menschen dadurch besser?

Richtig, das Verlangen nach Rauscherfahrungen ist etwas sehr menschliches. Gibt es schon seit Jahrtausenden - und die Menschheit gibt es immer noch. Der Verbot und Einschränkung dieses ganz natürlichen Bedürfnisses bringt genau eines: nämlich garnichts. Außer Aufblühen des Schwarzmarktes und das resultierende Krankmachen von Menschen.

Diese Ansicht ist einfach nur krank und kein Psychater oder Suchtberater dieser Welt würde dir zustimmen. Einfach nur menschenverachtend, was du da ablässt.

Ich kann auch nur sagen: ich habe oft versucht den Konsumenten in meinem Freundeskreis, bei denen sehr deutlich anzusehen war, dass sie immer weiter abrutschen, zu helfen. Zunächst wurde da noch normal komuniziert und umso weiter die Leute weggedriftet sind, desto weniger wollten sie hilfe annehmen. Ich weiß nicht inwieweit das besser werden sollte, nur weil sie Legal an ihre Drogen kommen.

Nur weil es Legal wird, geht man nicht hin und denkt sich: Ist ja Legal und ich kann das im Laden bekommen, da werde ich mir jetzt hilfe suchen, weil der Kerl im Geschäft hat mir zwar meine 10gramm gegeben aber auch gesagt, melde dich bei der Suchtberatung. Auf den Fremden im Laden höre ich natürlich eher als auf den Bekanntenkreis…

Natürlich wird das nicht so passieren. Aber In so ein Laden, wo es eben Hinweise auf Hilfe gibt, ist man ja wohl besser beraten als beim Dealer. Zudem, darauf seid ihr komischerweise noch nicht eingegangen, bekommen die im Laden sauberes Zeug und nichts Verunreinigtes. Geht euch die Gesundheit der Betroffenen am Arsch vorbei? Wenn ja, dann seid weiter gegen ne Legalisierung…

In Portugal verfolgt man übrigens ein sehr liberalen Ansatz mit Drogen und verzeichnet sehr viele Erfolge im bereich Suchthilfe und Suchtprävention.

https://www.heise.de/tp/features/15-Jahre-entkriminalisierte-Drogenpolitik-in-Portugal-3224495.html

Wenn Ihnen selbst Ihre Gesundheit schon am arsch vorbei geht, wieso sollte sich dann jemand anderes darum kümmern?

Ja. Niemand zwingt euch was vom merkwürdigen Dealer anzunehmen. Wenn man so geil drauf ist, hat man entweder schon den Dealer des Vertrauens, wo man weiß was man bekommt, oder man pflanzt es sich eben selbst.