Legalisierung von Cannabis

Jedem gesunden Menschen, dessen Gesundheit mit wichtig ist, würde ich grundsätzlich vom Konsum von Drogen abraten.

Mal was anderes: Wie ist das denn mit Kindern? Laritou würdest du deinen (wahrscheinlich nicht vorhandenen und deshalb schwer nachzuvollziehen) Kindern zum Konsum von Cannabis raten?

Drogenkriminalitaet waere fuer mich ausnahmslos der Grund, jemanden zu verstossen bzw hatte ich mich vor einigen Jahren zuletzt von einem Bekannten deshalb auch umgehend losgesagt. Mal wieder, und ich glaube es war das ca 150. - 200. Mal im Leben.

Also erstmal hier noch mal eine Sichtweise aus Justiz, nämlich des Jugendrichters Müller. Klare Worte, klare Argumente und nur ein Experte von vielen, die sich ein Ende der Verbotspolitik wünschen.

Aha, also psychoaktive Substanzen = gesundheitsschädigend. Komisch dass aber viele der verbotenen Wirkstoffe zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden und werden könnten und gegen vielerlei Beschwerden hilft. Psylocobin (Zauberpilze) helfen nachgewieseneweise gegen Depression. Cannabis bei total unterschiedlichen Krankheiten, wie Krebs, Appetitlosigkeit, chronischen Schmerzen und noch viel mehr. Heroin bei Schmerzen oder bei sterbenskranken Menschen. So ein Trip kann einem nämlich tatsächlich auch die Angst vor dem bevorstehenden Tod nehmen. Wieder man ein Fall von Unwissen und ideologischen Gedankengut.

Das einzige was gesundheitsschädigend ist, ist die falsche Dosierung, der falsche Umgang, der falsche Zweck und die Verunreinigung durch den Schwarzmarkt. Alles Faktoren die durch eine liberalere Drogenpolitik in Angriff genommen werden könnten.

Doch, wenn man süchtig ist schon. Es gibt keine offiziellen Abgabestellen. Und wenn man das Bedürfnis hat eine Substanz auszuprobieren - wo soll man da hingehen, wenn man keine Erfahrungen hat? Ein Laden mit Beratung wäre für diesen Fall das Bestmögliche.

Dealer des Vertrauens? Hab sehr viele nicht, gerade Junkies nicht. Es gibt zudem mehr als Cannabis. Wie sollen Heroinsüchtige denn Heroin anbauen? Solange dein Dealer nicht gerade dein guter Kumpel ist, kann man denen sowieso NIE vertrauen ob sie dir reines Zeug haben bzw. wo sie es herhaben. Und wieder mal: Ein Fachgeschäft wäre die bessere Lösung.

Du nimmst doch selbst Drogen. Kaffee? Schokolade? Schmerzmittel? Tee? Alles Substanzen die psychoaktiv wirken können. Letztlich alles eine Frage der Dosierung. 2 Liter Kaffee sind auch nicht gerade gesund. Wollen wir Kaffee verbieten? Eine Einteilung in schlecht und gut ist aboslut unangebracht. Alles hat seine Wirkung und medizinisches sowie persönlichkeits entwickelndes Potenzial.

WTF? Was ist denn das für eine Frage?! Natürlich nicht. Also zunächst würde ich NIEMANDEN zum Drogenkonsum raten, denn die Neugierde oder das Wollen der Rauscherfahrung sollte immer von einem selbst ausgehen. Nur so kann man das bekommen, was man sich auch davon erhofft. Und dir Tiago, du wärst der letzte der Drogen nehmen sollte. Bei so einem Mindset kann man ja nur einen schlechten Trip erleben..

Desweiteren, hätte ich Kinder, würde ich ihnen bis sie 18 sind nichts geben. Weder Alkohol, noch Cannabis. Es kommt auch auf die Situation an. Wenn ich mein Kind (15 Jahre) dabei erwische wie es Alkohol trinkt oder Cannabis raucht, würde ich erstmal ein Gespräch auf Augenhöhe suchen und das Kind über die Gefahren, als auch das Nutzen der Pflanzen aufklären. Ebenfalls die mögliche Auswirkungen auf nicht vollständig entwickelte Körper. Und was das Kind dann daraus macht, ist in gewissen Grad nicht mehr meine Entscheidung. Ich kann mein Kind ja nicht einsperren. Sollte ich aber Anzeichen erkennen, dass tatsächlich ein regelmäßiger Konsum in alamierenden Frequenzen stattfinden sollte, würde ich natürlich Maßnahmen ergreifen und mit dem Kind darüber reden und ggf. professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Es ist schwierig und wie gesagt, sehr sehr situationsabhängig.

Aber um eins klar zu machen: Ich möchte für mein Kind aufjedenfall eines. Nämlich dass es kein beigemischten Gift in seinen oder ihren gerauchten Kräutern konsumiert und bestenfalls garnicht erst an das Zeug rankommt, bis der Körper nicht voll entwickelt ist. Dealer fragen nicht nach dem Personalausweis, Fachgeschäfte schon.

ich möchte für meine Kinder, dass sie keine Junkies werden. Dann nehmen sie auch nix verunreinigtes zu sich

Tja, sag das mal deinen Kindern. Wie wir alle wissen, halten sich Kinder natürlich auch immer an alles, was sie Eltern ihnen vorschreiben :wink:

Übrigens ist es eigentlich auch scheiß egal was ihr ideologisch getriebenen Drogen Gegner denkt und wollt, denn die Cannabis Legalisierung und die Entkriminalisierung aller Drogen wird eines Tages so oder so kommen. In 60 Jahren seid ihr die verbitterten, ekligen konservativen Greise die keiner mag, weil ihr an eurer Meinung festhaltet weil… DARUM!!1!! Ihr haltet ja alleine jetzt schon an einer gescheiterten Drogenpolitik des letzten Jahrhunderts fest :smiley:

Übrigens gibt es im Bundestag schon eine tatsächliche Mehrheit der Legalisierungs Befürworter. Die einzigen, die blockieren, sind Union und AFD. Wenn ihr von eurer Einstellung so überzeugt seid, könnt ihr die ja wählen gehen.

Wie wäre es wenn du das ganze nicht so persönlich nimmst? Schmiergel dir mit dem scheiß die Birne weg, sei für eine Legalisierung und weiß der geier was, aber deine ProDrogen Kampagne muss wohl kaum so ausufernd in einem VIDEOSPIELE Forum stattfinden.
Oder brauchst du zuspruch um deinen Drogenkosnum vor dir und anderen zu rechtfertigen?

Am Ende ist das Thema ganz einfach:
Es gibt Menschen – sogenannte „Looser“ – die Schmerzen lieber betäuben und Probleme mit Drogen verdrängen. Und es gibt Menschen – „Gewinner“ – die sich ihren Problemen stellen, und daraus Selbstsicherheit und Zufriedenheit erlangen. Mir ist es total egal, ob sich irgendein Depp das Hirn dauerhaft wegballert, solange er danach diese Drogen niemandem anbietet, den ich kenne oder gar liebe.

Letztlich ist das leben viel zu schön, als die Sinne zu betäuben. Wenn man das Hirn ausschaltet, wenn der Dunning-Kruger-Effekt mit voller Wucht zuschlägt, und man das für Sinneserweiterung hält, sollte man sich dabei wirklich mal auf Video aufnehmen und den Bullshit hinterher im nüchternen Zustand betrachten.

Heute wünsch ich mir, dass mich manch einer vor jugendlichen Dummheiten bewahrt hätte. Und deshalb – frei nach Kant – dulde ich auch keine Drogen in meinem Umfeld. Bei einer Grillparty gibt es auch kein Bier. Ich hab schlicht keines im Haus (Wer was haben will, muss es selbst mitbringen). Und wenn jemand auf einer Party anfängt, den Wodka oder Bacadi rauszuholen, verabschiede ich mich. Dann ist die Party sowieso gelaufen.

Ich nehme das ganze ehrlich gesagt null persönlich. Ich bin eher entsetzt, wie hier teils argumentiert wird und einfach mit Falschwissen um sich geworfen wird um irgendwie eine Meinung aufrechtzuerhalten.

In diesem Thread darf man übrigens über alles diskutieren, verstehe also nicht worauf du hinauswillst. Gerade du diskutierst in dem Forum doch über alles Mögliche und nicht nur Videospiele. Wäre ja sonst auch langweilig :slight_smile:

Ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen „gesunden“ Menschen kennengelernt bzw. einen Menschen, dem seine Gesundheit ernsthaft wichtig ist. Wenn man auf die Straße geht und sich die Passanten ansieht, sind es entweder adipöse Leute oder jene, die mit einer Kippe/ einer Flasche Bier/ einem Coffee to Go-Becher in der Hand rumlaufen. Keiner davon ist gesund. Und wenn es rein optisch nicht auffällt, rennt doch jeder Zweite mit psychischen Problemen rum.

In meinem Umfeld habe ich mit den Jahren viele Menschen kennengelernt, die Cannabis konsumieren. Nicht jeden Tag, aber ab und zu. Meistens kommen diese Leute aus einem sehr stressigen Beruf. Und ganz ehrlich: sie sollen lieber das Zeugs rauchen und runterkommen als jeden Abend einen Kasten Bier zu leeren. IMO ist das Thema auch nicht wirklich ein Tabu-Thema. Wieso auch? Andere Drogen werden tagtäglich öffentlich umworben und konsumiert. Alles kein Problem. Aber dann das „böse Gras“. Habe ich noch nie verstanden.

Leben und leben lassen.

Ist mir ehrlich gesagt relativ latte. Wenn am Ende eine Legalisierung dazu führen sollte, dass weniger Leute abstürzen, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Nichtsdestotrotz ist die gesündeste Alternative einfach die Finger davon zu lassen.

Ich würde die Wirkung eines Kaffees oder Schonoriegels jetzt nicht wirklich mit der Wirkung von Drogen gleichsetzen. Aber die Aussage bezog sich auch eher darauf, dass Garo angesprochen hatte, dass Cannabis wohl in Sachen Krebstherapie interessant sein könnte (?)

Ich bin auch erschrocken wie hier teils gegen Laritou geschossen (ich vermeide bewusst das Wort „argumentiert“) wird. Traurig traurig.
Ich verstehe ja, wenn man Vorbehalte hat und einfach konservativ eingestellt ist, aber dieses Halbwissen und die Agressivität sind echt nicht cool.

Ach, lass sie doch machen. Hauptsache bloß mit nichts falsch legen, um das eigene Ego zu füttern und sich selbst zu bestätigen. Da kann man auch Fakten und Expertenmeinungen einfach mal ignorieren. Aber du, die Legalisierung kommt sowieso, von daher ist die ganze Debatte hier sowieso egal :smiley: Mein einziges Ziel war ein bisschen aufzuklären und Bewusstsein zu schaffen. Naja, letztlich nicht mein Problem, wenn Leute weiter an das Ammenmärchen der Prohibition glauben.

Darauf erstmal #420 ^^

Ne danke. Ich rauche nur gaaanz selten und schon gar nicht ohne richtigen Anlass. :slight_smile:

Das war auch eher für mich selbst bestimmt :smiley:

ihr könnt ja zusammen ne Raucher Pause machen :wink: da treffen sich immer die coolen Kids ^^

Dem ist nicht zu widersprechen. Wenn die Welt jedoch so „einfach“ funktionieren würde, dann hätten wir deutlich weniger Probleme.

Ein paar Gedanken zu dieser Thematik möchte ich, wenn ich schon dabei bin, auch äußern. Vergleichsweise oberflächlich, basierend auf dem Wissen, das man halt so mitbekommt. Ist für mich jetzt nicht unbedingt eine Herzensangelegenheit.

Grundsätzlich halte ich das Thema für extrem schwierig. Zugegeben, ich selbst hätte nichts gegen die Legalisierung gewisser Drogen, sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Ich bin zwar selbst kein Konsument, sehe aber durchaus die Vorteile, die eine regulierte Abgabe bietet (direktere Aufklärung, Qualitätskontrollen, weniger Beschaffungskriminalität, …). In meinen Augen ist es eben nicht von der Hand zu weisen, dass die Drogenpolitik, die aktuell viele Länder fahren, mehr oder minder gescheitert ist.

In Bayern z.B. werden hohe Ressourcen für die Verfolgung mit Konsumenten mit vergleichsweise geringen Mengen aufgewendet. Kleine Jugendsünden können einem hier die komplette Zukunft verbauen. Sowas kann, bei allen guten Argumenten, die es für Verbote gibt, doch auch nicht gewollt sein. Es gibt Baustellen, wo die gebundenen Ressourcen (Polizisten, Justiz und die Finanzen) deutlich besser aufgehoben wären - z.B. bei ordentlichen Aufklärungskampagnen, Präventionsarbeit und der Verfolgung schwerwiegenderer Straftaten.

Aber auch im Großen kann man doch sagen, dass die aktuelle Politik mehr schadet als nutzt - weltweit. Die USA führen seit Jahrzehnten einen War on Drugs, der vor allem auch in vielen Ländern Südamerikas für schlimme Gewaltausbrüche mitverantwortlich ist. Gleichzeitig sind die Zahlen von Konsumenten, auch harter Drogen, weiter gestiegen. Während in den konsumierenden Ländern Menschen, die Hilfe bräuchten, kriminalisiert werden, verursachen Kartelle in den Erzeugerländern großen Schaden. Aber Hauptsache man feiert sich ab, wenn man alle paar Jahre mal einen Drogenboss erwischt.

Das Leid, das die Prohibitionspolitik hier zu vermeiden vorgibt, wird durch diese offenbar eher noch verstärkt. Die Drogenpolitik neu aufzuziehen wird sicherlich nicht alles lösen und natürlich besteht immer das Risiko, dass Leute abrutschen - das hat man jetzt aber auch. Eine kontrollierte Liberalisierung und teilweise Legalisierung gewisser Drogen könnte jedoch dabei helfen, die Situation vom Erzeuger bis zum Konsumenten wieder besser unter Kontrolle zu bekommen. Nicht, um gar kein Leid zu haben, aber zumindest für das kleinstmögliche in unserer wenig perfekten Welt.

Für menschen ohne Abo: München: Polizeigewalt gegen Patientin - Soft Secrets

Und solche Fälle gibt es immer wieder, dank der so großartigen Prohibition. Für Phondrason und Karltoffel ist die Frau aber wohl auch nur ein gehirnamputierter Zombie und die Polizei hat alles richtig gemacht, nicht wahr? Denn manche Drogen sind ja zurecht verboten :wink:

Der nicht Kostenpflichtige „Bericht“ *strotzt nur so vor Dingen die, entweder so nicht stattgefunden haben oder eben davon zeugen, dass die polizeiarbeit dort nicht ordentlich durchgeführt wurde. Aber klar 420 go for it. Whatever. Dübel dir einen rein und gut ist

schwarze Schafe gibts überall… darf man das eigentlich noch sagen? wg political correctness :puh:

es gibt viele Fälle in denen Cops z. B. Orte und Personen verwechseln :confused: klar ist die Aufmerksamkeit größer bei manchen Fällen

Könnte? Medizinisches Cannabis wird bereits erfolgreich bei der Schmerzbehandlung für Schwerstkranke (z.B Krebs) eingesetzt. Und wenn man die Wahl zwischen Opium und Gras hat, ist Cannabis sicher die bessere Wahl.
Gerade in diesem Bezug halte ich Aussagen wie „wenn man Schmerzen hat, muss man da durch“ für unsagbar Hohl. Sag das mal einem Krebskranken oder jemandem mit täglichen chronischen Schmerzen ins Gesicht.