Welches Spiel habt ihr als letztes durchgezockt und wie gefiel es euch?

Danke Alucard :slight_smile:

Um noch ein paar Worte über den Schwierigkeitsgrad zu verlieren:

Das Spiel, ich glaube da verrate ich nicht zu viel, ist in Akte aufgeteilt. Ab Akt 2 ist das Spiel sehr offen, und ab da ist es auch sehr offensichtlich, dass man viele Optionen hat. Hier kann man auch viele sehr gute Upgrades und Waffen finden, die einem sehr weiterhelfen können. Der Schwierigkeitsgrad kann hier also durch das Erkunden schon eigenhändig so gesteuert werden, dass man es, wenn man es schon bis hierhin geschafft hat, auch zu einem der Enden schaffen kann (True Ending ist dann wieder ein anderes Thema, das erfordert etwas mehr Hingabe).

Akt 1 dagegen ist linearer angelegt und nimmt so 10-20 Spielstunden ein, je nachdem wie viel man erkundet. Hier kommt man an manchen Herausforderungen nicht so leicht vorbei, wobei die schwersten Brocken, über die man sich im Internet so aufregt, doch tatsächlich umgangen werden können. Ein häufig verfluchtes Gebiet z.B. ist komplett optional und kann somit für weit später aufgehoben werden. Ein sehr verhasster Boss kann durch das Erfüllen einer Nebenquest geskippt oder durch das Benutzen eines einfachen Schlüssels umgangen werden. Es gibt also auch früh schon Optionen für Roadblocks, das Ding ist natürlich, das man das als neuer Spieler erstmal nicht direkt weiß und Team Cherry da auch typischerweise keine leuchtenden Schilder dranhängt, um darauf aufmerksam zu machen. Prinzipiell würde ich aber sagen, wenn du True Ending in HK geschafft hast, kommst du auch durch Akt 1 durch.

Ansonsten kann ich sagen, dass ich Silksong nicht zu schwer oder frustrierend fand. Das muss man aber natürlich im Kontext sehen. Ich bin Anfang 30, habe eine 38-Stunden Woche, einen kleinen 65qm Haushalt, den ich mit meiner Freundin teile, keine Kinder und keine Haustiere. Zeit ist also kein Problem und es stört mich nicht, wenn ich mich mal an einem Boss festbeißen muss. Dazu liebe ich schwierige Spiele, Dark Souls, Elden Ring, Celeste, Nine Sols, Hollow Knight mit allen Achievements, etc. Was für mich dann noch eine angenehme Herausforderung ist, kann für andere schon frustrierend sein. Am Ende kommt es da vor allem auf deine Lebensumstände, deine Geduld und auf die Zeit an, die du bereit bist zu investieren - bei 19,50€ ist aber das Risiko eines Fehlkaufs immerhin überschaubar.

Was ich aber nicht machen würde, ist auf die Schreihälse im Internet (Youtube, Reddit, Metacritic) zu hören und sich davon abschrecken zu lassen. Der Shitstorm bezüglich des Schwierigkeitsgrades ist definitiv übertrieben, da sind einige ganz wilde und beknackte Beschwerden dabei. Da scheint es mir fast so, als wäre Hollow Knight aufgrund des Hypes doch etwas zu weit aus seiner Zielgruppe herausgewachsen.

Between Horizons (ps5)

im Sale für 3,19€ eingetütet , in 6h durchgeballert

schön : kleines deutsches Indiestudio , sporadisch deutsche Sprachausgabe (quasi als Recap der Heldin) , solide Storyline , viele Charaktere und unterschiedliche Möglichkeiten Fälle zu lösen (z.B. kann man frei einen Verdächtigen wählen (!) )

meh : unfassbar viel umherrennen macht das Gameplay echt stressig , es ist zwar toll das ich sämtliche Crewmitglieder über andere Personen/Items/Orte usw ansprechen kann … wenn dabei aber ca 95% (no joke) als Antwort kommt „da kann ich dir nicht weiterhelfen“ könnt ich kotzen :kopfschuetteln: . da fehlt mir echt die Liebe zum Detail , Story ist wie angesprochen zwar echt solide aber wirkliche holy shit! Momente hatte ich (zugegeben in einem eher ausgelutschten Genre/Setting/„alles schon mal gesehen“) viel zu wenige

Fazit : so hinterbleibt ein echt starkes mixed bag Gefühl . leider überwiegen dann doch irgendwie die missed opportunities vibes . aber für den Preis und kleines deutsches Studio drückt man natürlich ein Auge zu . angenehme 6-7/10

Siebeneinhalb Jahre, über 300 Spielstunden später ist es vollbracht. Der Abenteuer-Modus von Hyrule Warriors: Definitive Edition ist abgeschlossen.

Der Abenteuer-Modus der Kombination aus The Legend of Zelda und Dynasty Warriors gilt es auf einer Karte, die an die Welt von Zelda 1 auf dem NES angelehnt ist, Schlachten zu beschreiten. Dabei ist jedes der 128 Felder eine Schlacht. Manche dauern nur wenige Minuten, andere können gern mal eine Viertelstunde dauern.

Kernelemente und Fortschritt

Zusätzlich schaltet man noch Itemkarten frei, die man auf den einzelnen Bildschirmen des Originals einsetzen muss, um eine zusätzliche Belohnung für den Sieg auf dieser oder um die Schlacht selbst freizuschalten. Z.B. braucht man die Item-Karte Kerze, um Büsche zu verbrennen. Brennbare Büsche sind dabei genau dort, wo sie im Original waren. Die Itemkarte Kompass, hilft diese zu finden, ohne alle Secrets von Zelda 1 im Kopf zu haben. Nach dem Sieg in der Schlacht schalten sich von dem Bildschirm ausgehend weitere Felder und damit neue Schlachten frei (so wie es die Map hergibt). So wie im NES-Klassiker muss man auch die Item-Karte Floß an einem bestimmten Steg einsetzen, um die Schlacht auf dem Feld von Level 4 freizuschalten.
So arbeitet man sich Feld für Feld durch Map.

Bewertung und Belohnungen

Bei jeder Schlacht wird man benotet. Hat man die erforderliche Anzahl an Kills (fällt bei einigen Schlachten weg), dabei nicht mehr als eine vorgegebene Anzahl an Herzen verloren und ist außerdem innerhalb der Zeit geblieben, erhält man den A-Rang und erhält dadurch meist auch eine Belohnung, z.B. ein Herzteil oder gar das nächste Level der Waffe eines Helden (den man in der Schlacht auch spielen muss). Manchmal schaltet man auf diese Weise auch überhaupt erst bestimmte Waffen oder Charaktere wie z.B. Yuga überhaupt frei.
Es gibt oft auch Belohnungen für den B-Rang oder auch Gegenstände wie Feenkleidung in Truhen innerhalb der Schlacht selbst freizuschalten oder Feen-Nahrung in Töpfen.

Goldene Skulltulas

Zusätzlich kann man in manchen Schlachten auch zwei Goldene Skulltulas finden, nachdem man bestimmte Ziele erfüllt hat. Dabei kann man sie nicht bei einem Durchgang spielen, ergo muss man die Schlacht mindestens zwei Mal spielen. Erschwerend kommt hinzu, dass das meist die richtig langen Missionen sind. Für die erste Skulltula muss man immer 1000 Gegner beseitigen, für die zweite variierende Ziele erfüllen wie z.B. „Schließe die erste Mission der Schlacht ab und erobere und halte fünf Festungen ohne 40% oder mehr deines Lebens zu verlieren.“

Epischer Umfang

Ihr seht also, das ist einiges an Content… Und das ist nur die erste Adventure Map. In mühevoller Arbeit wurden weitere Adventure Maps basierend auf anderen Karten wie der Großen See auf*The Wind Waker oder Cocolint aus Link’s Awakening in 8-Bit-Zelda 1-Grafik nachgebaut und die einzelnen Felder mit passenden Einsätzen für die Item-Karten versehen. Dabei sind die meisten zusätzliche Karten nicht so groß wie die Zelda 1-Karte, aber immer noch groß genug. Im folgenden alle Adventure Maps:

Adventure Map Grid-Größe (Raster) Anzahl der Felder (Stages) Basierend auf dem Spiel
Adventure Map 16 x 8 128 The Legend of Zelda (NES)
Master Quest Map 16 x 8 128 The Legend of Zelda (NES)
Twilight Map 16 x 8 95 Twilight Princess
Termina Map 10 x 10 87 Majora’s Mask
Great Sea Map 14 x 7 98 The Wind Waker
Master Wind Waker Map 14 x 7 98 The Wind Waker
Koholint Island Map 14 x 6 84 Link’s Awakening
Grand Travels Map 16 x 8 128 Spirit Tracks / Phantom Hourglass
Lorule Map 16 x 8 128 A Link Between Worlds
Rewards Map 16 x 8 13 Belohnung für Skulltula-Illustrationen
GESAMT - 1015 -

Diese haben außerdem oft bestimmte Mechaniken. So ist z.B. die Lorule-Karte zweigeteilt in Hyrule und Lorule. Auf bestimmten Feldern gibt es dann die aus dem Spiel bekannten Dimensionsspalten. Nachdem man die Schalcht gewonnen hat, setzt man hier die Item-Karte Wand-Link ein, um durch den Spalt das entsprechende Feld auf der anderen Hälfte der Map freizuschalten.

Schwierigkeit

Die einzelnen Maps haben auch jeweils einen bestimmten Schwierigkeitsgrad und auch innerhalb der Maps Schwierigkeitsbereiche, weshalb man diese auch in Reihenfolge machen sollte, weil es sonst mit unterlevelten Charakteren oder ohne freigeschaltete Waffenstufe nahezu unmöglich wird, den erforderlichen A-Rang freizuschalten.

Ich glaube, jetzt versteht ihr auch, warum ich über 300h Stunden daran gesessen habe.
Ab und zu hatte ich Unterstützung von einem Kumpel, der mir bei einigen der schwierigeren Maps im Koop-Modus geholfen hatten. Problem dabei ist, dass man so schnell durch Map mäht und die feindlichen Festungen einnimmt, dass diese mit Stoßtrupps usw. nicht mehr hinterherkommen und ziemlich am Boden sind, wenn man feststellt, dass man noch 400 Kills für den A-Rang braucht.

Repetition und Guilty Pleasure

Ja, natürlich ist das alles super grindy und repetetitiv. Es gibt auch nur 16 Schlachtfelder, wodurch man nicht mal optisch allzugroße Vielfalt hat.
Nichtsdestotrotz finde ich irgendwie Gefallen daran, mit meinen Moves durch die Massen zu schnetzeln und auf bestimmte Events innerhalb der Missionen wie einen gegnerischen Vorstoß oder einer erscheinenden Sondereinheit wie einem Motivator entsprechend zu reagieren.
Ich verzichte hier auch auf eine Wertung. Dass ich mich aber darauf freue, bald wieder in Zeitalter der Verheerung einzutauchen sollte Wertung genug sein.

btw: Silksong-Review kommt. Will’s erstmal sacken lassen.

Xenoblade Chronicles X Definitive Edition

Nachdem ich es bereits beim Erscheinen des Originals auf WiiU durchgespielt hatte, habe ich es mit der Definitive Edition ein zweites Mal durchgespielt inklusive der erweiterten Inhalte.

Nach wie vor ein tolles Spiel, wenn auch völlig anders wie die andern Teile der Serie. Es gilt nach wie vor, lässt man sich auf die Welt, auf die Nebenstorys und die Charaktere ein, hat man viele Stunden großartige Unterhaltung vor sich. Die Hauptstory bleibt sich mit den neuen Inhalten Mittel zum Zweck und schwach. Die Zusätze klären zwar einige offene Fragen auf und machen schon den Weg frei für ein XCX-2, im Vergleich zum Rest der Serie bleibt sie aber einfach schwach.

Von mir bekommt die Definitive Edition 8/10 Punkte.

Nachdem ich diesen Brocken fertig habe, ist es jetzt Zeit für etwas leichtere Kost. Kirbys neue Inhalte im vergessenen Land warten schon lange darauf, endlich gespielt zu werden.

Alan Wake 2 (ps5+)

kurz und knapp :
Spielzeit 25h

stark : Story und Spielwelt sind angenehm weird , der finnische Einfluss macht Laune , kinoreife Regie , angenehm wenige Kämpfe , angenehmer Gedankenraum , schön das es nicht einfach nur „more of the same von Teil 1“ ist , optisch ein paar echt schöne Effekte

okay : Saga als Heldin ist angenehm aber ihre Personality war schon eher 08/15 , deutsche Synchro (geht besser aber angenehm) , Performance (leider nicht super optimiert - hier und da ein paar Ruckler) , Kampfsystem ist zwecksmäßig (bietet im späteren Verlauf irgendwie zu wenig neues) , Musik echt gut aber viel zu brav

meh : Backtracking , unsichtbare/schlecht gemachte Roadblocks (so wirkt das Leveldesign oft altbacken wenn Frau FBI Agentin nicht mal über nen mini Zaun klettern kann) , Jumpscares , bin kein großer Fan des Storytelling - hab das Gefühl das man auf Krampf etwas extra smartes machen wollte , Schattenwesen (oder auch Anzahl unterschiedlicher Gegner extrem wenig abwechslungsreich) , das Ende , ein paar Schönheitsfehler (NPC tippt am PC rum aber Monitor ist aus xD ) , hat mich emotional viel zu selten gepackt , nervig : Alans Weglaufsequenzen : er joggt einfach nur :lachen:

7,5/10 für ein echt gelungenes Horror Spektakel . den 89 Metascore Hype kann ich aber echt nicht unterschreiben

Ich hab’s geschafft, innerhalb von zwei Abenden und vor Ende der Spooky Season Luigi’s Mansion in unter 6h Nintendo Classics durchzuballern.
Luigi’s Mansion habe ich seit vielen Jahren nicht mehr gespielt, aber ich kenne die Gruselvilla nach wie vor wie meine Westentasche. Und obwohl ich den Großteil der Speedy Spirits, viele goldene Mäuse und tatsächlich alle großen Perlen außer bei Herr Alpenträumer gefunden habe, habe ich nur den B-Rang erreicht. Man muss dazu aber sagen, dass der A-Rang in der PAL-Version wohl nur über die Hidden Mansion erreicht werden kann. In der US- oder JP-Version (wo die Hidden Mansion kaum richtig ausgearbeitet war) wäre der Geldbetrag A-Rang-würdig gewesen.

Nach wie vor ein cooles Game, aber vor allem wenn man bei einigen eher schwierigen Geistern resettet, um die große Perle zu bekommen, ist doch der Weg bis ins 2.OG ziemlich weit. Dass die Buu Huus in andere Räume fliehen ist mindestens genauso nervig wie die Metroids in Samus Returns. Immerhin habe ich diesmal die Technik, um Buu Huus in meinem Saugstrahl gefangen zu halten etwas besser drauf als das letzte mal.
Schade, dass die Reihe ab dem zweiten Teil eine andere Richtung einschlug. So bleibt der erste Teil mit seiner Atmosphäre doch recht einzigartig.
8/10

Hab es auch an zwei Abenden durchgespielt, und den A-Rang geholt mit knapp 104 Millionen. Weiß nicht, ob ich den früher überhaupt schonmal hatte. Die große Perle hatte ich meine ich nur bei 8 Geistern, aber mit dem einen Edelstein, der 20 Millionen bringt, holt man gut was ein. Die goldenen Mäuse hab ich nicht wirklich verstanden, was muss man bei denen machen, um an Gold zu kommen?!

Da hat jemand die leichtere NTSC-Variante gespielt. :stuck_out_tongue:

Goldene Mäuse spawnen an bestimmten Stellen einfach random wenn du in der Nähe bist (Ich glaube CHance von 20%) und wieder ein paar andere spawnen wenn man mit dem Game Boy Horror ein verstecktes Stück Käse scannt.
In beiden Fällen müssen aber die Lichter im Raum aus sein.

Hab ich :grinning_face_with_smiling_eyes: Glaub es gibt dann auch gelbe Mäuse? Da passierte beim Einsaugen nämlich nichts, aber hab nun auf YouTube gesehen wie bei den goldenen ist^^

Ne, kann nicht sein. Es gibt nur blaue, lila und gelbe Mäuse und Einsaugen der gelben gibt immer Geld. (Goldene Maus bzw. Gold Mouse werden die tatsächlich auch nur deshalb genannt).

Es gibt übrigens einen relativ neuen YouTuber namens Nostalgic Juice, der versucht, alle Achievements der Spiele seiner Kindheit zu holen (Retro Achievements - Hardcore-Modus (verhindert Nutzung von Savestates)) und jede Woche komplettiert er ein Spiel und macht ein Video drüber und vorletzte Woche war’s der Season entsprechend Luigi’s Mansion. Sehr empfehlenswert.

Jetzt Check ich erst was du meintest, hab das irgendwie auf die Mäuse bezogen, dass es die vielleicht nicht in der US-Version gibt oder so. Dass die Anforderungen an den A-Rang in der US-Version niedriger ist, wusste ich nicht. Aber es scheint, dass es in der PAL-Version auch über 40 Millionen mehr Geld zu finden gibt? US-Version hat laut Google nur 142 Millionen, PAL 186 Millionen?

Ach tatsächlich? Oder bezieht sich das nur auf die Hidden Mansion, die in der europäischen Version sehr viel mehr bietet als in NTSC und JP?

EDIT: Das bezieht sich tatsächlich nur auf die Hidden Mansion, in der Speedy Spirits und gelbe Mäuse u.a. auch Diamanten droppen.

EDIT 2: In der PAL-Version ist es tatsächlich nur in der Hidden Mansion möglich, einen A-Rank zu bekommen, eben wegen der Diamanten und der dadurch erhöhten Schwelle von 150B für A.

Also irgendwo muss es ja noch Unterschiede im Standard-Mode geben und ich bin gerade recht verwirrt :laughing:

Gibt es irgendwo eine komplette Übersicht, wie viel Geld es in welcher Version und welcher Villa zu sammeln gibt und wie viel man für welchen Rang braucht? Als Maximum in der US-Version lese ich immer nur 142 Millionen und 186 Millionen für die PAL-Version. Manchmal wird dabei Hidden Mansion erwähnt, manchmal nicht. Gibt es in der Hidden Mansion denn tatsächlich mehr Geld oder sind die Beträge sowieso gleich? Aber selbst wenn, wäre das Maximum in der US-Version ja trotzdem niedriger als die 150 Millionen die man in der PAL-Version für A-Rang zu benötigen scheint.

Edit: Danke fürs Edit, das erklärt es :smiley:

Haiku the Robot
In einer postapokalyptschen Welt, in der die Menschheit ausgestorben ist, erwacht in der unterirdischen, von Robotern bevölkerten Welt Arcadia ein kleiner Roboter namens Haiku. Die Roboter von Arcadia werden von einem Virus geplagt, der einmal infiziert seine Wirte zu gewalttätigen Sklaven macht. Haikus Aufgabe ist es, sich mit seinem Kill Switch-Schwert durch die labyrinthartige Metroidvania-Welt zu schlagen, sein Arsenal zu erhöhen und den Ursprung des Virus zu finden und zu erledigen.
Vom Gameplay her, orientiert sich Haiku the Robot stark an Hollow Knight, sowohl das Movement, als auch die meisten Upgrades und Ausrüstung, die stark zusammengesetzte Welt mit Shortcuts und mehreren Zugängen zu einzelnen Arealen und das etwas kryptische Storytelling fühlen sich wie im großen Genre-Vorbild an. Einer der größten Unterschiede ist, dass man sich mit der Währung Ersatzteile heilt und beim Tod die Hälfte des Vermögens, das man bei sich träg und nicht beim hilfreichen Vogelfreund abgegeben hat, unwiederbringlich verliert.
Haiku the Robot ist aber kein allzu schweres Spiel. Selbst die ganz cool gemachten Bosskämpfe sind keine große Herausforderung und nach knapp über acht stunden hatte ich auch den Counter bei 100% und das Spiel abgeschlossen.
Als kleiner Metroidvania-Happs für Zwischendurch eignet sich das Spiel fantastisch. Es ist kein Meisterwerk, macht aber auf jeden Fall vieles richtig und hat verdammt viel Spaß gemacht.
8/10

Der Meinung stimme ich in allen Punkten zu. Ein sehr empfehlenswertes Metroidvania für zwischendurch

Constance

Tja, wie bewertet man ein Metroidvania fair in einer Post-Silksong-Welt? Natürlich haben es nun folgende Spiele in dem Genre etwas schwerer, wenn die Benchmark noch so frisch im Gedächtnis ist.

Umso mehr freue ich mich, dass ich Constance ein gutes Zeugnis ausstellen kann. Das handgezeichnete Spiel aus Deutschland sieht fantastisch aus, hört sich gut an und platzt vor Charme. Da haben die Entwickler schon ein kleines Kunstwerk kreiert, passend zur Protagonistin, die eine Malerin ist.

Mit ihrem Pinsel kann Constance nicht nur malen, sondern auch kreativ gestaltete Gegner vermöbeln und auf (spitzen) Gegenständen abspringen. Wie ein Inkling taucht Constance in die Farbe auf dem Boden und geht so gegnerischen Attacken aus dem Weg. Weitere Fähigkeiten, die man im Verlaufe des Spiels erlernt, runden das gute Movement-Paket ab.

Das Spiel hat sich definitiv von Genre-Größen wie Hollow Knight oder Ori inspirieren lassen, was auch gar nichts schlechtes ist. Sogar die Foto-Funktion aus dem Prince of Persia-Metroidvania findet sich hier wieder. Bei der Geschichte findet man Parallelen zu Celeste, das sich auch mit inneren Konflikten der Protagonistin beschäftigt hat.

Das Spiel legt seine Gameplay-Fokus vor allem auf das Platforming, aber Combat und Exploration kommen auch nicht zu kurz. Zahlreiche kleine Secrets und optionale Inhalte hält das Spiel für aufmerksame Spieler parat.

Kurz dagegen ist die Spielzeit: nach nur 6 Stunden lief bei mir der Abspann bei einer Completion-Rate von 60%. Wer alles erkundet und die Completion anstrebt sollte aber über 10 Stunden landen.

Insgesamt ein empfehlenswertes, kurzweiliges Abenteuer, mit kreativen Ideen, ausgefallenen Gegner-Designs und fordernden Platforming-Challenges.

8/10

Dispatch (Steam)

der wahrscheinlich zweit größte Überraschungshit des Jahres (nach Clair Obscüüüür)
nach 11h läuft nun also der Abspann und ich werfe mal wieder meine top 3 und flop 3 ins Rennen :

top :

  • die Mischung aus wahnsinnig stark geschriebenen Charakteren + clevere Spielidee + klassisches telltale „Gameplay“ funktioniert wunderbar ! und dann auch noch diese toll designten Szenen ! ein Fest fürs Auge !
  • endlich mal ein Spiel in dem der Humor einfach sitzt ! selten hat ein Game mich so oft schmunzeln lassen und vor allem strahlende Augen verpasst :star_struck: . das liegt vor allem auch am bärenstarken (englischen) Voicecast ! ob ein deutsches Sprecherteam ein ähnliches Niveau erreicht hätten ? i doubt it
  • so jetzt hab ich einen dritten Punkt ausgelassen :epic:

flop :

  • ja die Episoden sind verdammt kurz :cry: . boah natürlich wünscht man sich mehr Content aber dann würden sich vllt auch Längen einschleichen bzw der „Serien Effekt“ würde verwässern
  • natürlich sind Gameplay Elemente ala Quick Time Events oder das Hacken als negativ zu sehen . zum Glück sind sie nicht zu nervig oder repetitiv
  • natürlich muss man auch die genretypischen „Illusion of Choice“ Momente ansprechen . klar wünscht man sich da noch mehr Einfluss auf Story und Co . aber dann müssten wir wohl noch weitere Jahre auf ein Release warten

Fazit : ich bewerte es als interaktives Comicbuch und es hat mir (ähnlich wie The Walking Dead Season 1 oder Wolf Among Us) ein nahezu perfektes Erlebnis bereitet . 9/10 ! :kirbyparty:

Ich hatte Lust auf Metroid, nachdem ich Prime4 aber erst zu Weihnachten bekomme, habe ich Zero Mission raus gekramt. Ist ganz schön lange her, dass ich das zuletzt gespielt hatte. Letztendlich wurden es 4 Std 20 min und gerade mal 68 % der Items. Aber hat Spaß gemacht.

Metroid Prime 4: Beyond

Alles in allem überwiegt die Enttäuschung. Man merkt dem Spiel an sooo vielen Stellen an, dass es ein Flickenteppich ist, der nicht so recht zusammenpassen möchte. Aber ist es deswegen gleich ein schlechtes Spiel? Nein, denke nicht. Das ist schon okay. Ein paar Punkte, die ich rauskramen möchte:

  • MacKenzie wurde ja vor Release ziemlich verschrien und ich muss zugeben, dass sein erster Eindruck auch mehr als unglücklich ausfällt. Alles in allem fand ich ihn aber voll okay und bei weitem nicht so schlimm, wie alle immer tun.

  • Die Steuerung fand ich persönlich nicht ganz optimal. Es ist ja okay, dass man einen Gegner nur zentral anvisiert und dann trotzdem noch ein wenig das Fadenkreuz bewegen kann, aber mit der Pro-Controllersteuerung wurden dadurch manche Bosse echt zur Qual. Ich denke da zum Beispiel an den Lava-Boss oder dem Endboss. Ich bin da auch kurz in den Mausmodus gewechselt und fand es dadurch unfassbar viel leichter, die kleinen Ziele zu treffen. Da ich sonst aber für die Arbeit Vertikalmäuse gewohnt bin, finde ich den Mausmodus leider sehr unkonfortabel.

  • Es gibt leider keienrlei Progression in dem Spiel - und das ist irgendwie merkwürdig. Ja, man bekommt hier und da neue Fähigkeiten dazu, aber letztendlich sind es fast immer genau die gleichen Fähigkeiten, die man schon aus vorherigen Teilen kannte (nur, dass sie jetzt immer Psy im Namen haben…). Spider-Ball, Graple Beam und all das riecht man als Metroid-Spieler drölfzig Meilen gegen den Wind. Dadurch fühlt sich das neue Item nicht nach etwas besonderem an. Es fehlt mir so ein bisschen dieser Schlüsselmoment, der für mich ein Metroidvania ausmacht. Dieses „Aha!“, wenn man ein neues Item gefunden hat, dass einem völlig neue Wege eröffnet. Dafür war die Erkundung insgesamt zu gradlinig. Ja, es gibt hier und da ein paar versteckte Wege und ja, es gibt hier und da auch ein bisschen Backtracking in bekannte Areale, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die Welt selbst ein Puzzle ist, dass sich nach und nach erschließt (!) - dafür haben sich die Dungeons viel zu losgelöst voneinander angefühlt. Tatsächlich war das Gefühl beim Spielen oftmals eher Zelda-artig, als Metroid-ish; mit dem klaren Unterschied, das Zelda diese Formel viel besser und belohnender aufgelöst hat. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, die einzelnen Biome nicht durch eine Wüste zu trennen - und stattdessen alles intensiver miteinander zu verzahnen. (Die Wüste hat ohnehin keinen Mehrwert gebracht, ebenso wie das Motorrad, mit dem letztendlich nur sehr wenig gemacht wurde.) Apropos verzahnen: Es gibt auch keinerlei Übergange zwischen einer Wüste und einer Eislandschaft (oder einem Dschungel oder einer Vulkanlandschaft inkl. frei fließender Lava). Tür auf, tür zu und zack - alles vereist. Ok.

  • Damit kommen wir auch zum zweiten Aspekt, den ich mit Progression meine: Die Rätsel und der Anspruch. Wenn ich ehrlich bin, wird das Spiel im Verlauf weder schwerer, noch großartig interessanter, noch abwechslungsreicher. Es geht einfach nur weiter. Die Dungeons bleiben durchgehend simpel und linear - wobei ich „linear“ nicht unbedingt als etwas schlechtes empfinde. Ein Schlauchlevel ist nicht per Sé besser oder schlechter, als eine offene Welt. Um mal beim Zelda-Vergleich zu bleiben: Viele klassische Zelda-Dungeons sind ebenfalls linear, bieten aber oftmals interessante Mechaniken und neue Ideen. Bei Metroid fehlten mir ein wenig diese Ideen und das, was einem an „Rätsel“ präsentiert wird, sind um ehrlich zu sein keine wirklichen Rätsel. Hier wurde ganz, ganz viel Potential liegen gelassen.

  • Ja, es gibt verschiedene Biome und so wirklich schlecht sind die auch alle nicht (das möchte ich hier nochmal betonen, weil ich mich in meiner Kritik gerade auf die Punkte konzentriere, die mir nicht gefallen haben) aber mal ehrlich: Das haben wir alles schon mal gesehen. Das Spiel hat die Prämisse, dass wir irgendwie auf einem fremden Planeten landen, mit einer völlig unbekannten Kultur und einem unbekannten Volk. Warum ist das dann alles so verdammt langweilig? Wenn man zum Beispiel an den Avatar-Hype (Aufbruch nach Pandora) zurückdenkt, wie fasziniert die Leute damals von der Natur Pandoras waren… SOWAS muss Metroid haben. Eine Welt, die so anders ist, dass man staunt und sich wundert, die interessant ist und zum Entdecken einlädt. Was wir stattdessen bekommen haben, ist ebenso wenig kreativ wie neu: Wüste, Lava, Eis. Hurra? Manche Versatzstücke sind dabei durchaus interessant. Wäre die Passage in der Mine unter der Erde nicht irgendwann so pathetisch und vorhersehbar gewesen, fand ich das eigentlich schon sehr atmosphärisch und fast klaustrophobisch. Das ist dann wieder so ein Fall, bei dem man das Potential förmlich riechen kann, es aber zu keinem Zeitpunkt voll ausgeschöpft wird.

  • Other M ist für mich schon verdammt lang her. Ich hatte mir immer vorgenommen, mir das noch einmal genauer anzuschauen, weil ich retrospektiv den Hate, den das Spiel abbekommen hat, nicht nachvollziehen konnte. Aber mit meiner Erinnerung als Referenz, hat mir das durchaus besser gefallen, als Samus noch mehr Emotionen zeigen und sprechen durfte. Ich meine, wie krass unsympathisch ist Samus bitte in Prime 4? Es gibt eine Passage, in der Samus in ein Gefecht mit Monstern gerät und die ganze Situation zu eskalieren droht. Via Funk fragt einer der Kameraden, was passiert und was los ist, während man auf dem Weg zu ihm ist. Samus antwortet darauf nicht. Hallo? Vielleicht sagst du ihm mal Bescheid, damit er sich darauf vorbereiten kann?! Generell finde ich es etwas befremdlich, wie alle um sie herum Samus anhimmeln und in manchen Situationen sogar die Bereitschaft zeigen, ihr Leben für sie zu geben, wenn sie doch im wahrsten Sinne des Wortes nicht ein Wort mit ihnen gewechselt hat. Gefühlt war jeder Dialog echt unangenehm, weil ich das Gefühl hatte, dass die NPCs permanent um ihre Aufmerksamkeit buhlen und versuchen sie einzubinden und sie sagt verdammt nochmal kein Wort. Selbst sowas banales wie ein Kopfnicken tut sie keinen Millimeter mehr, als unbedingt nötig wäre um zu erahnen, dass sie sich gerade bewegt hat. Dann gestikulier doch wenigstens ein bisschen expressiver! Grundsätzlich finde ich ja, dass man eine relativ gute Mischung gefunden hat, zwischen Passagen, in denen mehr gesprochen und kommuniziert wird und Passagen, in denen Samus auf sich allein gestellt war und sich entsprechend das „klassische“ Metroid-Gefühl eingestellt hat. Aber das Trauma von Other M kann doch unmöglich so tief sitzen, dass man Samus jetzt vollständig den Mund verboten hat.

  • Die Story ist… sehr schwach. Wirklich schwach - und vorhersehbar. Also erstmal finde ich es hart merkwürdig, das Spiel an Federation Force anzuschließen (dessen Ende wohl eine Verknüpfung zwischen Sylux und den Metroids erklärt und warum er womöglich genetisch modifizierte Metroids kommandiert). Wobei, merkwürdig ist wahrscheinlich das falsche Wort, das kann man schon machen, aber Federation Force kam halt unfassbar schlecht an. Warum gibt man den Spielern vor dem Spiel nicht eine ausführlichere Exposition an die Hand, um den Stand der Dinge klar zu machen. Ich habe während des ganzen Spiels gehofft, mehr über Sylux zu erfahren, warum er Metroids kommandieren kann (das ist doch in der Vergangenheit bislang IMMER gewaltig nach hinten losgegangen) und warum zum Henker die Metroids mit anderen Kreaturen verschmelzen können. Im Eisgürtel findet man ein paar Logfiles, die tatsächlich ein paar interessante Informationen liefern, aber letztendlich besagen all diese Logfiles das selbe und irgendwie kann man das auch in einem Satz zusammenfassen: Die Lamorn sind mit der grünen Energie zu Grievern mutiert und man hat das nicht in den Griff bekommen. Dabei wäre es doch erzählerisch so cool und so interessant gewesen, sich nach und nach zu erschließen und zusammenzupuzzeln, was zum Henker auf dem Planeten passiert ist. Logfiles, Aufzeichnungen, Ruinen scannen, Geschichten über die Raumsemantik erzählen… all das bietet sich doch dank des Scannens total an - und was das schlimmste ist: Die Idee dazu ist ja ganz offensichtlich da! Das ist im Eisgürtel ganz eindeutig zu sehen. Metroid Prime 4 ist kein schlechtes Spiel, aber es kratzt immer nur an den guten Ideen. Alles, was man braucht, damit es ein richtiger Kracher hätte werden können, ist da! Man hätte es nur konsequenter zu Ende denken müssen.

Und damit möchte ich auch mit dem Fazit ein wenig zum Ende kommen. Ich denke in Summe wird leider sehr deutlich, dass das Spiel eine sehr turbulente Entwicklung hinter sich hat. Es ist ja bekannt, dass man zwischenzeitlich viel von dem Spiel verworfen hat - vermutlich hat man dennoch möglichst viele Versatzstücke verwenden wollen, die dann aber nicht mehr so recht zusammenfinden wollten. Das Fundament ist und bleibt solide: Im großen und ganzen spielt es sich gut, Atmosphäre kommt durchaus auf, manche Landschaften, bzw. Szenerien sind absolut atemberaubend… aber es hätte so viel mehr sein können. Und vielleicht auch sollen. Viele Metroid-Spieler haben einen besonderen Platz im Herzen für das Franchise - und dementsprechend auch hohe Erwartungen. Gerade im Metroidvania-Genre, in dem die Konkurrenz (im 2D-Bereich) unfassbar stark ist. Was bleibt, ist die Erkenntnis, das man das Spiel damals nicht so früh hätte ankündigen sollen. Vielleicht hätten wir so irgendwann ein verdammt gutes und nicht nur ein „okayes“ Prime 4 gesehen.

Ich vergebe eine 3/5. Ich bringe nicht übers Herz, das Spiel als unterdurchschnittlich einzuordnen.

Übrigens:
Scan-Fortschritt: 92%
Gefundene Items: 73%
Spielzeit: 10:45

Hatte erst noch überlegt, es zu komplettieren, aber NATÜRLICH habe ich einige Scans anscheinend sogar im Prolog verpasst und anschließend keine Chance mehr gehabt, diese nachzuholen. Meh.

1 „Gefällt mir“

Den Punkt finde ich etwas unfair.
Fährt man zum Dschungel des Zorns (Fury Green klingt so viel besser) fangen auf dem Weg bereits einige Pflanzen an zu sprießen und nach der Tür kommt eine Passage, in der Samus einen langen Gang entlangrennt, um zu symbolisieren, dass es noch ein ganzes Stück bis zum eigentlichen Dschungel ist und beim Eisgebiet betritt man einen Schwebebahn, die einen ins eigentliche Gebiet bringt. Ich finde, das war schon ganz okay gelöst, aber natürlich meilenweit entfernt von z.B. einem Hollow Knight, wo man die Einflüsse anderer Gebiet spürt, wenn die nur aneinandergrenzen, ohne überhaupt in der Nähe eine Verbindung zu haben.

Zu der Story muss man wohl tatsächlich sagen, dass hier was fehlt. Es scheint, dass ursprünglich eine Zeitreise-Mechanik geplant war. Vielleicht war es in dieser sogar Sylux, der in die Vergangenheit gereist ist und an dem ganzen Schlamassel Schuld sind, anstatt der Lamorn, die ein fettes Upsi gemacht haben und ihr eigenes Grab geschaufelt haben.